Über 1.000 Flüchtlinge in Spielfeld – Die Geschehnisse des Tages zum Nachlesen

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Aktuelles Bild aus Spielfeld.
Aktuelles Bild aus Spielfeld. - © apa
Am Samstag, sowie in der Nacht auf Sonntag kamen insgesamt rund 1.000 Flüchtlinge über die slowenisch-steirische Grenze nach Spielfeld. Sie wurden einer Grenzkontrolle unterzogen und registriert, teilte die LPD Steiermark mit.

Im Verlauf des Abends und der Nacht, sowie in den frühen Morgenstunden trafen rund 500 Flüchtlinge in Spielfeld ein und wurden einer Grenzkontrolle sowie der anschließenden Registrierung und Versorgung unterzogen. Ein Großteil der Flüchtlinge wurde mit Bussen nach Graz in die Notunterkunft Webling bzw. nach Klagenfurt (rund 150 Personen) gebracht.

Flüchtlinge in Spielfeld – Wien bestimmt weiteres Vorgehen

Eine geringe Anzahl von Personen befand sich am Sonntag in der Früh noch in Spielfeld. Diese können sich in einem beheizten Zelt ausruhen und werden im Verlauf des Sonntags weiterreisen. Ein zentrales Transportmanagement in Wien bestimmt die weitere Vorgangsweise und die Ziele, zu denen die Personen aus den Notunterkünften weitergebracht werden.

Zwei erwartete Sonderzüge mit Flüchtlingen sind unterdessen nicht eingetroffen. Über deren Verbleib gab es laut Polizei keine Informationen. Die Polizei rechnet damit, dass der Zustrom an Flüchtlingen in Spielfeld weiterhin andauern wird. Auch wird mit der Ankunft von Flüchtlingen an der Grenze in Bad Radkersburg gerechnet.

Die Geschehnisse des Tages zum Nachlesen

Flüchtlingsticker am Sonntag
18:15 | jschindl

Merkel traf Erdogan, zuversichtlich über Lastenteilung: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach ihrem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan optimistisch über ein Lastenteilung in der Flüchtlingskrise gezeigt.
17:27 | jschindl

Rund 2.600 Menschen kamen aus Slowenien über Grenze: Weniger Flüchtlinge als erwartet haben am Wochenende die slowenisch-steirischen Grenzübergänge Spielfeld und Bad Radkersburg passiert. Am Sonntag waren es bis 16.00 Uhr rund 1.600 Personen, sagte der steirische Polizeisprecher Joachim Huber zur APA. Mit den rund 1.000 Menschen vom Samstag komme man auf rund 2.600. An Kärntens Grenzen gab es laut Polizeisprecher Rainer Dionisio keine Übertritte.
16:30 | jschindl

Slowenische Polizisten begleiten Flüchtlinge zum Transitlager Spielfeld (Foto: APA)
15:21 | jschindl

Zustrom nach Salzburg weiter ungebrochen: Nach der Schließung der Grenze zwischen Ungarn und Kroatien war der Zustrom der Flüchtlinge, die aus Richtung Osten über Salzburg nach Bayern wollen, am Sonntag weiterhin ungebrochen. Die Unterbringungskapazitäten seien aktuell weitgehend ausgeschöpft, teilte das Land mit, die Grenzabfertigung durch die deutschen Behörden funktioniere aber fließend.
14:27 | jschindl

Budapester Regierung sieht Grenzschließung als Erfolg: Nachdem Ungarn in der Nacht auf Samstag seine Grenze zu Kroatien für Flüchtlinge de facto geschlossen hat, fühlt sich die Regierung in Budapest, durch den Erfolg ihrer Maßnahme bestätigt. "An der ungarischen Südgrenze ist die Ankunft illegaler Migranten praktisch zum Erliegen gekommen", erklärte Regierungssprecher Zoltan Kovacs am Sonntag in der südwestungarischen Stadt Nagykanizsa.
13:53 | jschindl

Bereits 6.000 im "Jungle" von Calais: Die Zahl der Flüchtlinge, die in einer improvisierten Zeltstadt am Rand der französischen Hafenstadt Calais festsitzen, hat sich in den vergangenen drei Wochen verdoppelt. Die Zahl der Menschen in dem als "Neuer Jungle" bekannten Flüchtlingslager sei von 3.000 auf 5.500 bis 6.000 gestiegen, erklärte die Präfektin des Departements Pas-de-Calais, Fabienne Buccio, am Sonntag.
13:39 | jschindl

Mindestens 21 Menschen in der Ägäis ertrunken: Das Flüchtlingsdrama in der Ägäis dauert an. Mehrere Menschen, darunter auch Kinder, starben am Wochenende bei Versuchen, aus der Türkei nach Griechenland zu kommen. Die Küstenwache rettete Hunderte Menschen.
12:53 | jschindl

Flüchtlingskind in Spielfeld (Foto: APA)
12:24 | jschindl

Streit in deutscher Wirtschaft: Unter Spitzenvertretern der deutschen Wirtschaft zeichnet sich ein Streit um die Haltung in der Flüchtlingskrise ab. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Bauindustrie, Michael Knipper, kritisierte in einem offenen Brief im "Tagesspiegel" die "undifferenzierte Euphorie großer Teile der deutschen Industrie".
11:42 | jschindl

Ankunftszahlen in Spielfeld steigen: Am steirisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld hat sich die Anzahl der eintreffenden Flüchtlinge am Sonntagvormittag merklich erhöht. Alleine seit 6.00 Uhr sind rund 1.000 Menschen, unterteilt in kleinere Gruppen von 60 bis 150 Personen, eingetroffen. An den Übergängen in Kärnten war es weiterhin ruhig. Sowohl in Kärntens als auch in den steirischen Transitquartieren gab es freie Plätze.
11:22 | jschindl

Rund 1.600 warten an slowenisch-österreichischer Grenze

Rund 1.600 Flüchtlinge warten nach Angaben der slowenischen Polizei aktuell an der Grenze auf eine Weiterreise nach Österreich. Auf der Brücke zwischen Gornja Radgona und Bad Radkersburg würden aktuell 330 Menschen auf eine Einreise nach Österreich warten, im Transitlager in Sentilj (Spielfeld) seien es um 8:30 Uhr 1.300 gewesen, sagte Polizeisprecherin Vesna Drole am Sonntag auf APA-Anfrage.

Die Menschen in Gornja Radgona/Bad Radkersburg würden allerdings bereits durch österreichische Einsatzkräfte und Helfer betreut, fügt Drole hinzu. Es handle sich vorwiegend um Frauen und Kinder, sie seien Sonntagnacht im Transitlager in Gornja Radgona eingetroffen. Nach Angaben der slowenischen Nachrichtenagentur STA soll die Murbrücke nach Bad Radkersburg für die kommenden drei Stunden gesperrt sein, um einen reibungslosen Grenzübertritt der Flüchtlinge nach Österreich zu ermöglichen.
10:59 | jschindl

1.800 am Sonntagvormittag in Slowenien erwartet: In Slowenien werden am Sonntagvormittag rund 1.800 aus Kroatien kommende Flüchtlinge erwartet. Rund 1.200 Menschen kamen bereits gegen 9.30 Uhr an Bord eines Zuges, weitere 600 sollen in Bussen eintreffen, berichteten slowenische Medien. Der Transport war nach Angaben der Polizei mit den kroatischen Behörden koordiniert. Am Nachmittag wird ein weiterer Zug erwartet.
10:32 | jschindl

Erstmals keine neuen Ankünfte in Nickelsdorf: Zum ersten Mal seit Wochen sind im burgenländischen Nickelsdorf am Sonntag keine neuen Flüchtlinge eingetroffen, das Areal ist komplett leer, der Großteil der Helfer ist abgezogen. Am Samstag haben nach Polizeiangaben allerdings noch einmal 4.155 Menschen aus Ungarn kommend die Grenze überquert.
09:55 | jschindl

Deutsche Partei AfD -Mitgliederzahl steigt wieder: Die Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) profitiert offenbar von der Flüchtlingskrise. "Pro Tag wollen im Schnitt rund 40 Menschen bei uns Mitglied werden", sagte Parteichefin Frauke Petry der "Welt am Sonntag". So sei die Zahl der Mitglieder und Förderer wieder auf 19.000 gestiegen und habe damit fast die Stärke von vor der Spaltung der Partei im Juli erreicht.
09:16 | jschindl

Deutsche Polizeigewerkschaft für Grenzzaun zu Österreich: Angesichts des anhaltenden Flüchtlingsandrangs hat die Deutsche Polizeigewerkschaft den Bau eines Zauns an der Grenze zu Österreich gefordert. "Wenn wir ernst gemeinte Grenzkontrollen durchführen wollen, müssen wir einen Zaun entlang der deutschen Grenze bauen", sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt der Zeitung "Welt am Sonntag" aus Berlin. Er sei "dafür, dass wir das machen".
08:52 | jschindl

Feuer in Unterkunft in Hamburg - Verdächtiger gefasst: In einer Notunterkunft für Flüchtlinge in der deutschen Hafenstadt Hamburg sind vierzehn Wohncontainer ausgebrannt. "Es war wohl Brandstiftung", sagte ein Sprecher der Polizei Sonntagfrüh. Ein junger Mann aus Ägypten sei gefasst und festgenommen worden, hieß es weiter. Zum Motiv des mutmaßlichen Täters machte der Sprecher zunächst keine Angaben. "Das ist noch zu früh", sagte er.
08:30 | jschindl

Deutsche Linke kritisiert Merkels Türkei-Reise erneut: Die deutsche Linkspartei hat die Reise von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in die Türkei erneut scharf kritisiert. Das geplante Treffen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan sei eine "Anbiederung" an einen "Despoten" und damit "eine moralische Bankrotterklärung", sagte Sahra Wagenknecht, Chefin der Linksfraktion im Bundestag, der Zeitung "Bild am Sonntag" aus Berlin.

(apa/red)

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