Leopoldi-Fest in Klosterneuburg mit traditionellem “Fasslrutschen”

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Das traditionelle "Fasslrutschen" ist als Brauch weithin bekannt.
Das traditionelle "Fasslrutschen" ist als Brauch weithin bekannt. - © Jürgen Skarwan
Kommendes Wochenende herrscht am Rathausplatz in Klosterneuburg wieder ein “Ausnahmezustand”, wenn sich rund 40.000 Besucher beim Leopoldi-Fest Punsch und Maroni schmecken lassen. Natürlich darf dabei auch das traditionelle Fasslrutschen nicht fehlen.

Zum Leopoldi-Fest kommen Jahr für Jahr rund 40.000 Besucher nach Klosterneuburg. Heuer wird vom 12. bis 15. November “Ausnahmezustand” herrschen, wenn der Rathausplatz der Stadt zum Rummelplatz wird. In der Babenbergerhalle bieten Winzer bei musikalischer Unterhaltung ihre Weine an.

Leopoldi-Fest mit Fasslrutschen in Klosterneuburg

Als Brauch weithin bekannt ist das “Fasslrutschen” über das Tausend-Eimer-Fass im Binderstadel des Stiftes. Durch das Rutschen über das 1704 angefertigte vier Meter hohe Fass, das eine Füllmenge von 56.000 Litern aufwies, sollen der Legende nach Wünsche in Erfüllung gehen.

Das Vergnügen kostet 2,50 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder, wobei der Reinerlös der Aktion “Ein Zuhause für Straßenkinder” von Pater Georg Sporschill zu Gute kommt. Außerdem bietet das Stift an diesen Tagen ein Kreativatelier für Kinder.

“Schleierlegende” vom Stift Klosterneuburg

Auftakt der religiösen Feiern, die in einem Hochamt am 15. November in der Stiftskirche gipfeln, war die traditionelle Wiener Diözesan-Männerwallfahrt zum Grab des Heiligen Leopold im Kreuzgang des Stiftes am 8. November. Der um 1075 geborene und 1485 heiliggesprochene Babenberger Markgraf Leopold III. gilt als Gründer des Stiftes im Jahr 1114.

Der Sage nach liegt der Stiftung die “Schleierlegende” zugrunde (der verlorene und wiedergefundene Schleier gehörte seiner Frau Agnes, Anm.). Der Sterbetag des 1663 von Kaiser Leopold I. zum Landespatron von Niederösterreich und Wien erklärten Babenbergers, der 15. November 1136, wurde zum Landesfeiertag.

Zu “Leopoldi” gelten in der Oberen Stadt diverse Verkehrsbeschränkungen bzw. Park- und Halteverbote, allerdings sind die vier Stadtbusse außerhalb der normalen Betriebszeiten kostenlos im Einsatz (Donnerstag und Sonntag bis 22.00 Uhr, Freitag und Samstag bis 24.00 Uhr).

(APA/Red)

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