Kulturelle Highlights und Bundesheer-Leistungsschau am Nationalfeiertag in Wien

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Am Nationalfeiertag steht wieder ein dichtes Programm an.
Am Nationalfeiertag steht wieder ein dichtes Programm an. - © APA/HANS PUNZ
Am Nationalfeiertag werden in Wien verschiedenste kulturelle Highlights geboten: Museen bieten Sonderführungen an und die Wiener Symphoniker geben drei Konzerte. Darüber hinaus ist die traditionelle Leistungsschau des österreichischen Bundesheeres am Heldenplatz zu sehen.

Aus kultureller Sicht ist das Highlight des diesjährigen Nationalfeiertags eindeutig das am Vorabend eröffnende Weltmuseum Wien: Nach mehrjährigem Umbau können Besucher am Heldenplatz von 13 bis 21 Uhr sowohl die neu gestaltete Schausammlung als auch die fünf Sonderausstellungen bei freiemEintritt bestaunen. Das Wien Museum bietet gratis Überblickführungen zur aktuellen Ausstellung “Ganz Wien. Eine Pop-Tour” (11 und 16 Uhr) sowie eine Führung in der Hermesvilla um 15 Uhr. Die Österreichische Nationalbibliothek lockt mit einem “Tag der offenen Tür”: Bei freiem Eintritt haben Prunksaal, Literatur-, Globen-, Papyrus- und Esperantomuseum von 10 bis 21 Uhr geöffnet, hinzu kommen zahlreiche Führungen sowie ein Kinder-Kreativ-Programm.

Familienfest im Technischen Museum Wien

Im Technischen Museum Wien lädt man zu einem Familienfest mit dem Titel “Musik, Klänge und Geräusche” inklusive Vorführungen historischer Instrumente, Kurzführungen, oder einem Recycling-Workshop. Im Museum angewandter Kunst gibt es den “MAK Day”, der sich heuer “Möbeln & anderen Geheimnissen” widmet. Neben Blicke auf sonst nicht zugängliche Möbelstücke werden zahlreiche Führungen geboten, darunter durch die aktuelle Schau “Thomas Bayrle. Wenn etwas zu lang ist – mach es länger”. Im mumok gibt es – bei regulärem Eintritt – stündlich Führungen in Deutsch, Englisch und Französisch. Im Heeresgeschichtlichen Museum begeht man den Nationalfeiertag unterdessen um 11 Uhr mit dem traditionellen K.u.K. Kanonendonner.

Wiener Symphoniker spielen drei Mal auf

Die Wiener Symphoniker spielen heuer ihr “Konzerte zum Nationalfeiertag” gleich drei Mal, und zwar von 24. bis 26. Oktober im Wiener Konzerthaus: Unter der Leitung von Francois-Xavier Roth widmen sich Julian Rachlin an der Violine und das Orchester Johannes Brahms’ Opus 77, danach folgt Zeitgenössisches mit Johannes Maria Stauds Auftragswerk “Stomab” und schließlich Robert Schumanns 2. Symphonie. Strauß-Fans pilgern unterdessen in den Musikverein, wo das Wiener Johann Strauss Orchester unter der Leitung von Johannes Wildner Evergreens von Johann Vater und Sohn, Josef Strauß, Eduard Strauß und Franz Lehar zum Besten geben.

Eine kabarettistisch-musikalische Revue mit Liedern und Texten von Gerhard Bronner, Helmut Qualtinger, André Heller und Georg Kreisler wartet im Wiener Theater Bronski & Grünberg: Dort bestreitet Gerhard Ernst unter dem Titel “Heute ziagt der g ́schupfte Ferdl frische Socken an” eine Benefizvorstellung zugunsten der Kleinbühne. Die Viennale wartet schließlich mit dem Besuch von Oscarpreisträgerin Vanessa Redgrave auf, die ihr Regiedebüt (“Sea Sorrow”) im Gartenbaukino vorstellt.

Bundesheer bringt sich in Stellung

Das Bundesheer bringt sich anlässlich des Nationalfeiertags  in der Wiener Innenstadt in Stellung. Freitagvormittag, 20. Oktober, sind bereits die ersten Panzer für die Leistungsschau angerollt. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) zog bei einer Pressekonferenz eine kurze Bilanz über seine Amtszeit und warb für das Militär. Das Bundesheer befinde sich angesichts wachsender Sicherheitsbedrohungen in einer “Phase des Aufwuchses” und habe “an Bedeutung gewonnen”. Es sei ein “Garant für Sicherheit” und derzeit mit über 1.000 Soldaten im Assistenzeinsatz. Der Nationalfeiertag, “aller Voraussicht nach mein letzter als Verteidigungsminister”, sei “eine der wichtigsten Veranstaltungen für das Bundesheer”.

Die Politik müsse weiter in das Militär investieren, appellierte Doskozil an die künftige Regierung und verwies auf die Investitionen unter seiner Amtsführung. In den letzten eineinhalb Jahren sei einiges in Fahrzeuge investiert worden sowie für den Selbstschutz der Transportflugzeuge Herkules. Doskozil verkündete außerdem, dass die Modernisierung der Avionik des Hubschraubersystems S-70A-42 Black Hawk auf Schiene sei. Das Anschaffungsverfahren, das nach einer Beeinspruchung durch einen Konkurrenten der US-Firma Ace Aeronautics LLC d/b/a Global Aviation Solutions stillgestanden war, sei nun abgeschlossen.

Leistungsschau des Bundesheeres in der Wiener Innenstadt

Neben der Ausrüstung sei auch in zusätzliche Planstellen investiert worden, so Doskozil. 2016 habe es 3.900 Bewerber gegeben, 2017 werden es über 5.000 sein. Man habe es zudem geschafft, mehr Frauen für das Militär zu begeistern. Dieses Jahr werden sich über 500 Frauen dem Auswahlverfahren stellen. Der Personalausbau müsse weiter betrieben werden, denn bis 2020 stehe eine Pensionierungswelle bevor. Das Bundesheer brauche bis 2020 rund 9.800 neue Mitarbeiter, so der Minister.

Am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, ist das Bundesheer wie gewohnt mit seiner Leistungsschau in der Wiener Innestadt präsent. Man wird dort diverse Geräte und Fahrzeuge vorführen. Eines der Highlights wird wie immer die Angelobung von über 1.300 Rekruten am Heldenplatz sein, sagte der Wiener Militärkommandant Kurt Wagner. Die Stationen sind schon ab Samstag zu besichtigen, Mittwoch nächste Woche ist Tag der Schulen.

Die für Freitagnachmittag angekündigte Landung von fünf Hubschraubern in der Wiener Innenstadt wird auf Samstag, 21. Oktober oder Montag, 23. Oktober verschoben.

APA/Red.

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