Küssende Frauen an Uni Wien erhalten Verweis: ÖH ortet “Homofeindlichkeit”

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Die ÖH wirft der Uni Wien "Homofeindlichkeit" vor.
Die ÖH wirft der Uni Wien "Homofeindlichkeit" vor. - © Universität Wien
Am Mittwoch wurden zwei einander küssende Frauen von einer Securitymitarbeiterin an der Uni Wien aufgefordert, dies zu unterlassen. Die ÖH ortet nun “Homofeindlichkeit” – die Hochschule wehrt sich.

Die HochschülerInnenschaft (ÖH) an der Universität Wien wirft einer Mitarbeiterin der Hochschule “Homofeindlichkeit” vor. Am 15. Juni hätte diese zwei einander küssende Frauen im Eingangsbereich mit unpassenden Kommentaren aufgefordert, dies zu unterlassen, hieß es in einer Aussendung.

Die Uni Wien verwies darauf, dass es sich um “unpassendes Verhalten in der Öffentlichkeit” gehandelt habe. Die Securitymitarbeiterin habe ihr Einschreiten damit begründet, dass die Frauen sich in einem öffentlichen Raum befänden, “es ja nicht sexy ausschaut” und die Portiere “das auch nicht mehr sehen wollen”, so die ÖH.

Küssendes Paar verhielt sich “offensiv auffällig” in Uni-Aula

Die Uni Wien verwies gegenüber der APA darauf, dass sich das Paar in der Aula offensiv “auffällig verhalten” habe: “Die Mitarbeiterin ist deshalb zur Einschätzung gekommen, dass das ein Verhalten ist, das nicht in die Öffentlichkeit passt. Das hat aber nichts mit dem Geschlecht zu tun.”

Homofeindlichkeit will sich die Uni nicht vorwerfen lassen. “Wir setzen immer wieder klare Zeichen und positionieren uns”, verwies man etwa auf Maßnahmen wie das Hissen der Regenbogenfahne. “Wir hoffen, dass wir uns die Glaubwürdigkeit in den vergangenen Jahren erarbeitet haben.”

Demo gegen “Homofeindlichkeit” vor der Uni Wien geplant

Symbolische Gesten reichen für die ÖH aber nicht: Sie fordert als erste Maßnahme Sensibilisierungsschulungen für das Sicherheitspersonal und eine “klare öffentliche Stellungnahme”.

Die ÖH lädt für kommenden Mittwoch um 12.00 Uhr vor dem Hauptgebäude der Uni Wien zu einem “Küssen gegen Homofeindlichkeit”. Der Termin ist offenbar bewusst gewählt: Zumindest indirekt mit dabei sein werden die Burschenschafter, die zur gleichen Zeit dort ihren traditionellen wöchentlichen Couleurbummel abhalten.

(APA/Red)

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