8. Oktober 2012 11:09; Akt.: 8.10.2012 11:09

Kombination aus Parkpickerl und 365-Euro-Jahreskarte ein Vorbild?

Für Städte in Deutschalnd stellt die Wiener Verkehrspolitik offensichtlich ein positives Beispiel dar. Für Städte in Deutschalnd stellt die Wiener Verkehrspolitik offensichtlich ein positives Beispiel dar. - © APA/ Wiener Linien
Nicht nur Wien kämpft mit Staus und Parkplatzmangel, diese Probleme stellen jede größere Stadt vor Herausforferungen. Die Wiener Verkehrspolitik mit ihrer Kombination aus Parkraumbewirtschaftung und günstiger Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel gilt in Deutschland als “innovative Lösung” und gerade im Bundesland Baden-Württemberg betrachtet man das Wiener Modell als Vorbild, von dem man sich etwas abschauen könnte.

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Die nachhaltige Verkehrspolitik in Wien sei “sehr inspirierend”, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), bei einem Wien-Besuch in der vergangenen Woche. Die Wiener Kombination aus Parkraumbewirtschaftung und einer günstigeren Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel sei äußerst ansprechend, so Kretschmann vor Journalisten. Auch Stuttgart, die Hauptstadt von Baden-Württemberg, stehe vor Herausforderungen um den Verkehr zu regulieren. Inspiriert habe ihn ein Gespräch mit Bürgermeister Michael Häupl.

Parkpickerl könnte Budget sanieren

Unpopuläre Maßnahmen – zu denen manche ja auch das Parkpickerl zählen – scheinen Kretschmann jedenfalls nicht abzuschrecken. Baden-Württemberg bemüht sich derzeit sein Budget zu sanieren. Die Deckungslücke beträgt etwa 2,5 Mrd. Euro. Zuletzt hatte Kretschmann angekündigt, 11.600 Lehrer-Stellen zu kürzen. Das entspricht etwa jedem neunten Posten. Bis 2020 soll die schwarze Null stehen. Dass das nur gehen kann, wenn man zu unbeliebten Maßnahmen greift, ist kein Geheimnis. Auch Kretschmann machte keinen Hehl daraus: “Die Leute werden das merken. Aber wir müssen das einfach tun.” Denn “schließlich ist das hier keine Wohlfühlveranstaltung”, so Deutschlands erster Grüner Ministerpräsident. (APA)

Weitere Informationen zum Parkpickerl und der Wiener Parkraumbewirtschaftung finden Sie in unserem Special.



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