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Körperwelten ab 13. März im Naturhistorischen Museum in Wien

Ab dem 13. März in wird in Wien die Ausstellung Körperwelten gezeigt. Ab dem 13. März in wird in Wien die Ausstellung Körperwelten gezeigt. - © Kurt Kracher/ NHM
Auf 700 Quadratmetern bietet die Ausstellung “Körperwelten & Zyklus des Lebens” im Naturhistorischen Museum (NHM) ab Mittwoch tiefe Einblicke in die menschliche Anatomie. Es ist bereits das zweite Mal, dass das NHM Präparate des nicht unumstrittenen Plastinators Gunther von Hagens zeigt. 2010 waren es die “Körperwelten der Tiere”, 2013 zeigen 200 Exponate die Entwicklung des Menschen und die Prozesse des Alterns.

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Der 1945 als Gunther Gerhard Liebchen geborene Hochschullehrer von Hagens entwickelte 1977 das Verfahren der “Plastination”. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form der Aufarbeitung und Konservierung von Leichen und Organen. Seither wurde die Methode ständig weiterentwickelt, wie Whalley erklärte. Darum sei es nun möglich, die Präparte in “lebensnäheren Posen” zu zeigen, so die Direktorin des Instituts für Plastination in Heidelberg, die seit 1992 mit von Hagens verheiratet ist.

Körperwelten in Wien

In den Ausstellungsobjekten “erkennen sich die Menschen, wie nie zuvor”, bei vielen Besuchern führe das zu einer tiefen Auseinandersetzung mit dem Selbst, so Ausstellungskuratorin Whalley. Man nehme den eigenen Körper danach anders wahr, was in einigen Fällen auch zu einem anderen Umgang mit dem Körper führe. Aus längerfristigen nachträglichen Befragungen von Besuchern wissen man etwa, dass sich neun Prozent dazu entschlossen haben, mit dem Rauchen aufzuhören und etwa 30 Prozent seither stärker auf gesündere Ernährung achten, erklärte die Kuratorin.

Ausstellung im NHM

Im Fokus der aktuellen Ausstellung stehen neben der Darstellung des Aufbaus des menschlichen Körpers vor allem die Veränderungen, denen er unterworfen ist. So ist etwa der Aspekt des Alterns ständig präsent. Anhand vieler Beispiele wird auch dokumentiert, wie der Körper auf gesundheitsschädliches Verhalten reagiert und wie ihn Krankheiten verändern.

So kann man sich etwa von einer Gehirnblutung, Verformungen der Wirbelsäule oder dem augenscheinlichen Unterschied zwischen einer Raucherlunge und der eines Nichtrauchers ein Bild machen. Die Highlights der Ausstellung sind aber auch diesmal die Plastinate, die den menschlichen Körper in stilisierter Bewegung zeigen, wie etwa einen Balletttänzer beim Spitzentanz, eine Bogenschützin beim Abschießen eines Pfeiles oder ein Paar, das sich umarmt.

Museum hofft auf großen Andrang

Weltweit haben die Körperwelten-Ausstellungen seit 1995 bisher mehr als 36 Millionen Menschen gesehen. Immer wieder wurden auch Stimmen laut, die eine derartige Zurschaustellung des menschlichen Körpers kritisierten. Pietätlosigkeit und die Verletzung der Menschenwürde wurden von Hagens häufig vorgeworfen. Der Anatom betonte hingegen immer, dass Einblicke in die Anatomie eines Lebewesen die Achtung vor selbigem keineswegs schmälern würden. Für NHM-Direktor Christian Köberl ist jedenfalls klar, dass die Ausstellung “das Naturhistorische Museum erneut ins Zentrum des Publikumsinteresses stellt”. Bisher habe er hinsichtlich der Programmierung der “Körperwelten” sehr viel Zustimmung erfahren.

Die Ausstellung “”Körperwelten & Der Zyklus des Lebens” wird vom 13. März bis 11. August 2013 im Naturhistorischen Museum in Wien gezeigt. Der Eintritt kostet 17 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre ist der Eintritt frei. (APA)

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