Kickl stellt Susanne Winter Ultimatum: Bis 19 Uhr Zeit, Mandat zurückzulegen

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FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl forciert Winters Rücktritt.
FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl forciert Winters Rücktritt. - © APA
FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl greift nun zu harten Bandagen und stellt der blauen Nationalratsabgeordneten Susanne Winter ein Ultimatum: Bis Montag 19.00 Uhr habe sie Zeit, aus der FPÖ auszutreten und ihr Mandat zurückzulegen – sonst droht ihr der Partei-Ausschluss. Hintergrund ist der Vorwurf gegen Winter, antisemitische Äußerungen auf ihrer Facebook-Seite gut geheißen zu haben.

Das gab Generalsekretär Herbert Kickl nach einem Gespräch mit Winter bekannt.Aus Sicht der Freiheitlichen Partei wurde “eine rote Linie überschritten”, wie es von Seiten der Freiheitlichen zur Causa Winter heißt. “In der FPÖ ist kein Platz für Antisemitismus”, so Kickl.

Mit diesem Verhalten habe sich Susanne Winter selbst außerhalb der freiheitlichen Gemeinschaft gestellt und sich de facto selbst aus der Freiheitlichen Partei ausgeschlossen, so der Generalsekretär via Aussendung.

Kickl stellt Susanne Winter Ultimatum

Die FPÖ gibt Susanne Winter bis um 19 Uhr montags “die Gelegenheit, selbst öffentlich ihren formalen Austritt aus der Freiheitlichen Partei und die Zurücklegung ihres Nationalratsmandates bekanntzugeben”, heißt es.

Sollte das nicht der Fall sein, werde Susanne Winter aus der FPÖ ausgeschlossen. “Ich bedaure persönlich sehr, dass es so gekommen ist. Aber wir handeln aus der Gesamtverantwortung für die Freiheitliche Partei heraus,” so Kickl weiters.

Mein sehr geehrten Damen und Herrn, geschätzte Leser meiner FB-Seite, werte Journalisten! Ich habe soeben die…

Posted by Susanne Winter on Sonntag, 1. November 2015

Höbart macht sich über Flüchtlinge lustig

Ebenfalls für einen Aufreger sorgte Christian Höbart, geschäftsführender Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich. Er kommentierte am Sonntag ein Video, auf dem sich Flüchtlinge auf einem Schlauchboot gegenseitig filmten, mit den Worten “Eine Seefahrt, die ist lustig, Eine Seefahrt, die ist schön, Denn da kann man fremde Länder, Und noch manches andre sehn”.

Nach heftiger Kritik ruderte der Nationalratsabgeordnete zurück und sprach von einem “möglicherweise etwas überzeichneten” Kommentar.

(Red.)

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