Kein Essen und Küssen in den Öffis: Wiener Linien starten neue Kampagne

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Essen und Küssen unerwünscht: Wiener Linien bitten um gutes Benehmen
Essen und Küssen unerwünscht: Wiener Linien bitten um gutes Benehmen - © Daniel Novotny
Unter dem Motto “Rücksicht hat Vorrang” starten die Wiener Linien ihre neue Kampagne, die das richtige Verhalten in den öffentlichen Verkehrsmitteln thematisiert. Essen und Küssen ist künftig unerwünscht.

 Penetrant riechendes Essen, augenfälliges Nasenbohren oder lautes Musikhören strapazieren die Toleranzgrenze vieler Öffi-Fahrgäste: Deshalb rufen die Wiener Linien nun zum guten Benehmen auf und starten am Montag eine dreiwöchige Kampagne unter dem Motto “Rücksicht hat Vorrang”.

Denn die Verhaltensweisen einiger weniger Passagiere würden zahlreiche Bus-, Bim- und U-Bahnnutzer stören, sagte Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) am Donnerstag bei der Präsentation der rund 250.000 Euro teuren Offensive.

 Neue Kampagne der Wiener Linien

Auf Plakaten, in Kinospots sowie in Internetvideos wird die Einhaltung der Spielregeln propagiert. “Das ist keine Wohlfühlkampagne”, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Eduard Winter. Tatsächlich setzen die Verkehrsbetriebe vorrangig auf Unappetitlichkeiten. So kann man etwa in den Werbefilmchen Menschen beim Nasenbohren, Klippen ihrer Fingernägel oder ungustiösen Weckerlverzehr in Großaufnahme beobachten.

Derlei solle man bitte in den Öffis unterlassen – ebenso wie hingebungsvolles Knutschen, die Entsorgung von Müll oder lautes Telefonieren und Musikhören, lautet die Botschaft. “Mach was du willst, aber bitte nicht hier”, so der unmissverständliche Slogan.

“Es wird auch Strafen geben”

Ungewöhnliche Durchsagen sind auch Teil der Kampagne. So werden Menschen via Lautsprecher dazu aufgerufen, ihre liegen gelassenen Pommes oder Gratiszeitungen doch bitte beim Fundbüro der Wiener Linien abzuholen. Laut Geschäftsführer Winter werden Mitarbeiter in den nächsten Wochen zudem verstärkt die Fahrgäste auf unangebrachtes Verhalten bzw. die Hausordnung aufmerksam machen. “Wenn es kein Einsehen gibt, werden wir auch strafen”, drohte er.

Die Öffi-Kampagne dauert drei Wochen. Sie endet pünktlich am 5. Oktober, dem Eröffnungstag der U2-Verlängerung in die Seestadt Aspern.

(Red./APA)

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