Rapids Kainz rettet mit Doppelpack 2:1-Sieg über den WAC

Akt.:
Rapid Wien setzte sich in der 3. Runde der Fußball-Bundesliga gegen WAC mit 2:1 durch.
Rapid Wien setzte sich in der 3. Runde der Fußball-Bundesliga gegen WAC mit 2:1 durch. - © APA
In der dritten Bundesliga Runde rettete sich Rapid Wien nach einer schwachen ersten Hälfte mit einem Doppelpack von Florian Kainz zu einem 2:1-Sieg über den WAC.

Acht Punkte haben die Hütteldorfer bereits Vorsprung auf Meister Salzburg, seit 15 Partien sind sie in der Bundesliga saisonübergreifend ungeschlagen. Der WAC, der vor 13.300 Zuschauern im Happel-Stadion durch Christopher Wernitznig in Führung gegangen war (20.), haderte nicht zuletzt mit Beric’ Abseitsstellung beim zwischenzeitlichen Ausgleich Rapids und muss sich nach der zweiten Saisonniederlage weiter mit einem Punkt zufriedengeben.

Intensive Rotation bei Rapid Wien und WAC

Beide Teams setzten nach den Europacupstrapazen auf intensive Rotation. Bei Rapid gab Stefan Nutz sein Pflichtspieldebüt, Goalie Richard Strebinger sein Meisterschaftsdebüt in Grün-Weiß. Gegenüber dem 3:2-Sieg bei Ajax Amsterdam rückten zudem Philipp Schobesberger, Stefan Schwab, Maximilian Hofmann und Michael Schimpelsberger (Comeback nach gut 15 Monaten) in die Mannschaft. Neben den etatmäßigen Kapitänen Steffen Hofmann und Mario Sonnleitner saßen so auch Goalie Jan Novota, Florian Kainz und Stephan Auer nur auf der Bank, Thanos Petsos fehlte angeschlagen.

Beim WAC waren Joachim Standfest, Jacobo, Roland Putsche (alle auf der Bank) sowie Silvio gegenüber der Partie in Dortmund nicht von Anfang an dabei, dafür brachte Kühbauer Peter Zulj, Peter Tschernegg, Thomas Zündel und Tadej Trdina.

Schwache erste Hälfte der Hütteldorfer

Entgegen der Hoffnungen von Barisic war seine B-Elf vor der Pause aber völlig überfordert und konnte nicht an die guten Leistungen der bisherigen Saison anschließen. Gerade in der Offensive fehlten Abstimmung und Präzision, Chancen waren demnach Mangelware. Zu misslungenen Pässen gesellte sich auch der größere Willen beim WAC, der in entscheidenden Zweikämpfen wesentlich engagierter zur Sache ging – obwohl man nach dem Europacup zwei Tage weniger Erholung als Grün-Weiß hatte.

Eiskalte Chancenauswertung des WAC

Große Möglichkeiten fanden zwar auch die Kärntner nicht vor, die einzige nutzten sie aber eiskalt. In der 20. Minute verlagerten die “Wölfe” den Ball aus dem Mittelfeld schnell nach links auf Wernitznig, den die passive Rapid-Abwehr gewähren ließ: Der Weitschuss des 25-Jährigen aus 23 Metern wurde von Schimpelsberger unhaltbar für Strebinger zum 1:0 abgelenkt.

Barisic wollte dem Treiben zur Halbzeit nicht mehr zusehen, brachte Kainz für Nutz, bzw. Auer für Schimpelsberger. Kainz war es auch, der mit einem Freistoß die erste Chance für M. Hofmann vorbereitete, dessen Kopfball aber zu schwach ausfiel (48.). Der Startschuss zur Aufholjagd war gefallen, der Wille zur Verbesserung deutlich sichtbar. Schneller, aggressiver, die gesamte Breite ausnutzend blieb es aber vorerst noch bei gefährlichen Hereingaben. Erst Schobesberger sorgte nach 64 Minuten aus wenigen Metern für das erste Ausrufezeichen, fand aber in Alexander Kofler seinen Meister.

Doppelpack von Florian Kainz

Kurz darauf durfte der Rapidanhang dann jubeln. Schobesbergers Stanglpass fand via Auer Robert Beric, der aber im ersten Versuch scheiterte, noch einmal an den Ball kam und auf Kainz zurücklegte – der schoss trocken ein. Der Ausgleich kam angesichts der nun klar besseren Wiener weder unverdient noch überraschend, hatte aber einen Schönheitsfehler: Beric war im Abseits gestanden – ein Umstand, den Dietmar Kühbauer prompt auf die Palme brachte.

Dem WAC-Coach schwante wohl auch schon Böses, sein Team konnte sich kaum aus der Umklammerung lösen. Die einzige echte Chance hatte Wernitznig, dessen präzisen Freistoß Strebinger aber gerade noch über die Latte drehte (78.). Auf der anderen Seite belohnte schließlich Kainz mit seinem zweiten Treffer den Kampf der Rapidler: Schobesberger spielte sich auf der Seite einmal mehr schön frei und spielte zurück auf den Offensivmann, der frei stehend einschießen konnte (81.). In der Nachspielzeit hätte Jacobo fast noch den Ausgleich erzielt, scheiterte aber an Strebinger.

(APA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen
Werbung