“Juraczka-Ruck-Plan”: Wiener ÖVP will 25.000 neue Jobs schaffen

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Die Wiener ÖVP hat Ideen für neue Jobs in Wien.
Die Wiener ÖVP hat Ideen für neue Jobs in Wien. - © APA
Ein “Juraczka-Ruck-Plan für den Arbeitsmarkt”: Die Wiener ÖVP hat am Mittwoch Vorschläge für die Schaffung 25.000 neuer Jobs präsentiert. Das Spektrum an Ideen ist dabei durchaus weitreichend.

Die Ideen reichen von der Verlängerung der Transsibirischen Eisenbahn bis an die Stadtgrenze über die Abschaffung der Werbeabgabe bis hin zum Bau einer Multifunktionshalle, erläuterte Parteichef Manfred Juraczka in einer Pressekonferenz.

“Das ist, wenn Sie so wollen, ein Juraczka-Ruck-Plan für den Arbeitsmarkt”, verwies der Obmann der Rathaus-Schwarzen auf den Wiener Wirtschaftskammerpräsident und Parteifreund Walter Ruck, mit dem er sich “im Detail Gedanken gemacht” habe. Ruck ging denn auch auf die insgesamt elf Punkte ein.

Projekt-Ideen der Wiener ÖVP

Auf der Liste stehen einige Bauprojekte: So würde etwa die Heranführung der Transsib – eine ewige Forderung der Stadt-ÖVP – durch die Verlegung der nötigen Breitspurtrasse 3.100 Arbeitsplätze bringen. Die Errichtung der dritten Piste am Flughafen Schwechat bedeutet demnach 2.000 Jobs, der Bau eines (von der Stadt durchaus angedachten, Anm.) internationalen Busterminals und einer vielseitig verwendbaren Veranstaltungshalle – ebenfalls schon lange auf der ÖVP-Wunschliste – noch einmal insgesamt 2.500.

Die selbe Zahl an Arbeitsplätzen will man durch Bürokratieabbau generieren. “Wien liegt hier bei den Kosten um zehn Prozent über den anderen Bundesländern. Bei einer Senkung um die Hälfte wären das schon 2.500 zusätzliche Jobs”, versicherte Ruck. Förderungen für Start-ups, Ausbau des Glasfasernetzes und einmal mehr die Einrichtung von Tourismuszonen sollen den Arbeitsmarkt ebenfalls ankurbeln.

Punkte würden Stadtbudget nicht überlasten

Von letzteren erwartet sich Ruck 800 Arbeitsplätze. Man sei kürzlich an die Gewerkschaft mit konkreten Offerten herangetreten und warte auf eine entsprechende Stellungnahme, berichtete der Kammerchef. Bei der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) bestätigte man, dass unlängst Vorschläge eingetrudelt seien und diese nun geprüft würden.

Juraczka versicherte, die Punkte würden das Stadtbudget “nicht über Gebühr” belasten, ohne konkrete Summen zu nennen. Auf Nachfrage nannte er dann doch eine Zahl: Die Abschaffung der Werbeabgabe würde allein mit knapp 100 Mio. Euro zu Buche schlagen.

Kritik an Rot-Grün

Die Kritik an Rot-Grün durfte freilich nicht fehlen. Die Stadtregierung lasse Innovationsgeist vermissen. Nur mehr Geld vom Bund zu verlangen – Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hatte erst zu Wochenbeginn eine höhere Dotierung des Wiener AMS gefordert -, sei zu wenig.

Um Wien stehe es nicht allzu gut. Während 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung hier lebten, zähle die Bundeshauptstadt 36 Prozent aller Arbeitslosen – Schulungen inkludiert, so die Wiener ÖVP.

(APA)

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