Josef Muchitsch kündigt billige Sozialbau-Wohnung in Wien

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Josef Muchitsch hat auf die Kritik reagiert.
Josef Muchitsch hat auf die Kritik reagiert. - © APA
Er werden den Mietvertrag für seine Billige Sozialbau-Wohnung in Wien “sofort kündigen”, sagte der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Josef Muchitsch am Sonntag. “Ich gestehe einen Fehler ein”, sagte er und betonte, dass er nun wieder “an meiner politischen Tätigkeit gemessen werden” wolle.

Grund der Aufregung war, dass Muchitsch in ein Haus der Sozialbau AG einziehen wollte, wobei er für die 37-Quadratmeter-Wohnung mit Balkon im 8. Wiener Gemeindebezirk unweit des Parlaments günstige 285,99 Euro inklusive Betriebskosten bezahlt hätte. Für Empörung in sozialen Netzwerken und bei der politischen Konkurrenz sorgte vor allem seine Rechtfertigung: “Ich habe eine Frau und drei Kinder. Ich bezahle sicher nicht tausend Euro für eine Wohnung.”

Stellungnahme von Josef Muchitsch

Muchitsch betonte am Sonntag in einer schriftlichen Stellungnahme, dass “rechtlich keinerlei Gründe gegen die Anmietung sprechen”. Aber an Politiker würden “zu Recht höhere moralische Ansprüche gestellt” und “es entspricht meinem Selbstverständnis von Politik, nichts zu beschönigen und keine Ausreden zu suchen”. Bei den 37 Quadratmetern “als reine Schlafgelegenheit” in der Nähe seines Arbeitsortes zu einem Quadratmeterpreis von 7,73 Euro handle es sich nicht um eine Sozialwohnung, unterstrich Muchitsch, da für das ausfinanzierte Haus keine Einkommensgrenzen mehr gelten.

Politiker kündigt billige Wohnung

Er bedaure, dass er zum damaligen Zeitpunkt die Gelegenheit wahrgenommen habe, die günstige Wohnung anzumieten und werde sie kündigen. Er werde sich aber nicht mundtot machen lassen und weiterhin “unbeirrt gegen Lohn- und Sozialdumping, gegen Sozialbetrug und für ein neues, faires Bundesvergabegesetz kämpfen”, erklärte Muchitsch.

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