Jaguar: Die Katze lässt das Sausen nicht

Jaguar: Die Katze lässt das Sausen nicht
© Jaguar
Stromlos dastehen wird auch die englische Label-Gemeinschaft Jaguar und Land Rover. Ganz und gar nicht. Neuestes und aktuellstes Signal ist das i-Pace-Concept, das die Großkatzen-Marke am 14. November in Los Angeles reell, in London virtuell präsentierte.

Simultan lieferten die Briten tiefe Einblicke in einen von Grund auf neu entwickelten Elektrofahrzeug-Vorboten, der ab Ende 2017 reif sein wird für die Großserien-Produktion. Ab 2018 wird der knapp 4,7 Meter lange und fast 1,9 Meter breite Performance-SUV auf den Märkten starten. Einige Eckdaten: 400 PS Leistung, 700 Nm Maximaldrehmoment, minimum 500 Kilometer Reichweite, 0 auf 100 in ca. vier Sekungen.Optisch ist er ein typischer Jaguar, mit der gleichen, auf Basis der Studie C-X75 modellierten DNA wie der F-Type und der F-Pace. Das ist gepaart mit futuristischem Interieur, das dennoch die Handschrift Jaguars (weiter)trägt.

Die Katzen werden also das für die Marke typische sportliche Performance-Sausen auch künftig nicht lassen. Nur werden sie kaum mehr grollen und brüllen: An jeder der beiden Achsen sitzt ein von Jaguar eigenentwickelter Elektromotor und sorgt nicht nur für machtvollen Vortrieb, sondern auch für permanenten Allradantrieb. Der Energiespeicher, das ebenfalls im Haus entwickelte Lithium Ionen-Akku-Pack mit einer Kapazität von 90 kW/h, sitzt zwischen den beiden Antriebseinheiten im Wagenboden – das senkt den Schwerpunkt Fahrdynamik-fördernd. Darüber ist bei einem Radstand von 2,99 Metern Raum für fünf Personen und reichlich Gepäck (530 Liter).

Erfahrungen gesammelt in Bezug auf die Antriebseinheit haben die Jaguar-Entwickler bei der Entwicklung des i-Type, jenes Monoposto-Boliden, mit dem die Briten gerade in die Formel E eingestiegen sind. Die aus dem Rennbetrieb gewonnenen Erkenntnisse fließen in die derzeitige Entwicklung zur Serienreife der elektrischen Großkatze ein.

Elektrifiziert um die Welt, elektrisch ins Gelände

Bei Land Rover hat den Elektrifizierungs-Anfang der Range Rover SDV6 Hybrid gemacht, und er hat Leistungsfähigkeit sowie Durchhaltevermögen auf dem Weg von Dehli, Indien, unter anderem über die Seidenstraße nach Solihull, England, gezeigt. Ihm folge die Sport-Version nach. Das Antriebssystem setzt sich zusammen aus einem Dreiliter-V6-Diesel und einem E-Aggregat. Die Systemleistung liegt bei 340 PS.

Für die Thema ernsthafte Offroad-Tüchtigkeit und Elektrizität steuerte Land Rover ein symbolträchtiges Modell als Versuchsträger bei: den Defender. Der musste zwar heuer in Pension geschickt werden, was jedoch nicht heißt, dass er komplett ausrangiert wird. Land Rover hat sieben Exemplare elektrifiziert, sprich  mit einem Elektro-Aggregat mit 90 PS und einem (einstufigen) Automatik-Getriebe präpariert. Diese Kombination liefert vor allem in der Landie-Domäne – Geländetauglichkeit – Erkenntnisse, wie sich E-Antrieb und Offroad-Fahren vertragen. Zum Beispiel in Punkto Energie-Rekuperationsfähigkeit bei der Bewältigung grober Geländepassagen. Ein Exemplar dient der britischen Königsfamilie für den Einsatz auf den Feldern: Prince Charles bewegt den Defender EV auf seinen Latifundien. Die anderen sind teils im Test- teils im Show- und Demonstrationseinsatz.

Mittlerweile ist der Defender nicht mehr alleine. Unter dem Arbeitstitel “concept_e” forscht der englische Hersteller derzeit weiter an elektrischen Antriebs-Modulen. Versuchsfahrzeuge sind unter anderem ein Range Rover Evoque in einer Mildhybrid-Version und mit 48-Volt-Bordnetz sowie ein Rangie Sport als Plug-In-Hybrid.

(KECKEIS)

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