Intensives Spiel: Rapid schafft gegen Red Bull Salzburg den Ausgleich

Rapid hat gegen Salzburg den Ausgleich erzielt
Rapid hat gegen Salzburg den Ausgleich erzielt - © APA/HERBERT NEUBAUER
In einem Spiel mit zwei völlig konträren Hälften trennte sich der Meister Salzburg vom im Frühjahr aufgekommenen Verfolger Rapid am Sonntag im Wiener Happel-Stadion mit einem 3:3 (3:0).

Salzburg liegt in der Tabelle bei acht ausstehenden Runden damit weiter sechs Punkte vor den Wienern.  Salzburg benötigte nicht einmal drei Minuten, ehe Valon Berisha zum 1:0 traf. Jonatan Soriano mit seinem 24. Saisontor (18.) und Marcel Sabitzer (32.) legten gegen hilflose Wiener nach. Ab der 43. Minute musste Salzburg nach Rot für Andreas Ulmer aber in Unterzahl agieren. Robert Beric (51.), Philipp Schobesberger (59.) und Philipp Prosenik in der 92. Minute sorgten noch für den Ausgleich. Rapid beendete das Spiel nach Gelb-Rot für Mario Pavelic (80.) ebenfalls nur zu zehnt.

Schneller Dämpfer für Rapid

Für Rapid war der Punkt im Titelkampf wohl zu wenig, die Heimischen feierten ihn am Ende aber wie einen Sieg. Die Hoffnungen des Großteils der 26.800 Zuschauer auf eine grünweiße Sternstunde hatten zuvor recht schnell einen Dämpfer erhalten. Nach gerade einmal 136 Sekunden sorgte Berisha im Schlager der 28. Runde für den ersten Paukenschlag. Von Sabitzer freigespielt, zirkelte der Norweger den Ball ins lange Eck. Gegenspieler war keiner auszumachen.

Nach dem Spiel gegen die Austria in der Vorwoche durfte sich Adi Hütter wieder über einen Blitzstart seiner Elf freuen. Salzburgs Trainer hatte notgedrungen umstellen müssen. Aufgrund der Sperren für Martin Hinteregger und Ramalho verteidigte Teenager Duje Caleta-Car in der Abwehr neben Stefan Ilsanker, im Mittelfeld feierte Christoph Leitgeb ein Comeback. Der ÖFB-Internationale war in der Liga zuletzt beim 1:2 gegen Rapid am 14. Dezember auf dem Spielfeld gestanden.

Matchplan endgültig durchkreuzt

Die davor im Happel-Stadion sechsmal in Folge siegreich gebliebenen Rapidler versuchten es mit einer ähnlichen Taktik wie beim Erfolg in Salzburg. Coach Zoran Barisic wollte Salzburgs Angriffsbemühungen mit einer Triple-Sechs entschärfen. Kapitän Steffen Hofmann stand nach seinen Wadenproblemen wieder von Beginn an auf dem Feld.

Spätestens nach 18 Minuten schien Barisic’ Matchplan endgültig durchkreuzt. Salzburgs Pressing zwang Thomas Schrammel zu einem unkontrollierten Befreiungsschlag, Sabitzer setzte Soriano ein, der eiskalt vollstreckte. Das 3:0 durch Sabitzer – der Ex-Rapidler verzichtete auf einen Torjubel – ging ebenfalls ein Ballgewinn von Ulmer tief in der gegnerischen Spielhälfte voraus.

Rapid zeigte offensiv viel zu wenig. Beric war im Angriff isoliert, erst in der 37. Minute prüfte Stefan Wydra Salzburgs Torhüter Peter Gulasci. Es blieb der einzige Torschuss der Hausherren in den ersten 45 Minuten. Für einen Aufreger sorgten unfreiwillig noch einmal die Gäste. Ulmer wurde von Schiedsrichter Rene Eisner nach einem übermotivierten Einstieg gegen Maximilian Hofmann mit der Roten Karte vorzeitig in die Kabine geschickt.

Salzburg ließ sich auskontern

Für Salzburg war es der achte Platzverweis in der laufenden Ligasaison. Das Spiel zu zehnt war dem besten Auswärtsteam der Liga deshalb nicht fremd. Rapid wurde mit dem von vielen von Beginn an erwarteten Schobesberger anstelle von Wydra aber offensiver. Und die Hütteldorfer durften nur kurz darauf Hoffnung schöpfen.

Salzburg ließ sich in Unterzahl auskontern: Florian Kainz bediente Beric, der allein vor Gulasci zu seinem 20. Saisontor keine Probleme hatte. Für die Hausherren war dies der Startschuss in eine fulminante zweite Spielhälfte. Nicht einmal sieben Minuten später bediente Kapitän Hofmann Schobesberger, der Gulasci erneut keine Chance ließ.

Für Salzburg kam es danach noch schlimmer. Ilsanker ging in der 66. Minute offensichtlich leicht benommen vom Spielfeld, nachdem er zehn Minuten zuvor bei einem Kopfballduell mit Maximilian Hofmann zusammengeprallt war. Für den Teamspieler feierte der 20-jährige Lukas Gugganig sein Ligadebüt.

Rapid blieb am Drücker

Rapid blieb gegen angeschlagene Salzburger am Drücker, Maximilian Hofmann traf den Ball alleine vor Gulasci nicht voll (68.). In einer zunehmend härter und hektischer werdenden Partie musste Salzburg um den knappen Vorsprung kämpfen. Eine Viertelstunde vor Schluss stabilisierte sich aber das Spiel des Meisters, auch weil Rapid Außenverteidiger Pavelic mit Gelb-Rot verlor.

Massimo Bruno vergab für Salzburg in der Nachspielzeit sogar leichtfertig noch die Möglichkeit auf die Entscheidung. Unmittelbar darauf durften jedoch noch einmal die Grünweißen jubeln. Der eingewechselte Prosenik stand zum 3:3 goldrichtig

>> Der Live-Ticker zum Spiel zum Nachlesen

(APA)

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