Idee der Gratis-Öffi-Monatskarte für Flüchtlinge stößt auf Kritik und Lob

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Flüchtlinge - Gratis-Monatskarte: VP-Blümel sieht "falsches Signal"
Flüchtlinge - Gratis-Monatskarte: VP-Blümel sieht "falsches Signal" - © Johannes Zinner
Nachdem bekannt wirde, dass die Stadt Wien überlegt, Flüchtlingen Gratis-Monatskarten für die Wiener Linien zur Verfügung zu stellen, zeigt sich die Wiener ÖVP strikt dagegen.

Dies sei ein “völlig falsches Signal”, befand Parteichef Gernot Blümel gegenüber der APA: “Wir müssen endlich weg von dieser übertriebenen rot-grünen Willkommenskultur, statt diese weiter zu betreiben.” Auch die FPÖ ist wie erwartet, gegen die Maßnahme. Anders die Grünen: Sie begrüßen die Maßnahme. Auch Wien Anders schließt sich der grünen Meinung an, fordert aber noch mehr.

Kritik und Lob wegen Gratis-Monatskarten-Idee

Ausnahmeregelungen für Asylwerber seien “definitiv der falsche Weg”, hieß es am Montag in der Volkspartei. Die Erstattung von Tickets für Behördenwege sei ok, so Blümel: “Aber es kann keine weiteren Ausnahmen und Bevorzugungen geben.”Die FPÖ schließt sich der schwarzen Ansicht an: Diese Idee ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten, so der FPÖ-Wien Gemeinderat Wolfgang Seidl.

Lob kam hingegen von der Integrationssprecherin der Wiener Grünen, Faika El-Nagashi. Flüchtlinge würden nur mühsam zu “einer Art Alltag” finden: “Doch wie sollen sie diesen Alltag in einer Millionenstadt managen, wenn sie sich nicht mit den Öffis fortbewegen können?”

Finanzierung vorerst unklar

Die grüne Sozialsprecherin Birgit Hebein zeigte sich in einer Aussendung erfreut von einer Gratis-Monatskarte für Flüchtlinge und sprach von einer “sinnvollen Maßnahme”. Die Details der Umsetzung seien noch genau zu prüfen, um eine reibungslose und faire Abwicklung gewährleisten zu können. Wien Anders begrüßt die Überlegung der kostenlosen Tickets für Flüchtlinge ebenfalls, fordert jedoch in einem weiteren Schritt eine freie Öffi-Fahrt für alle.

Derzeit sind bereits Fahrten auf Ämter, zum Deutschkurs und zum Arzt für Flüchtlinge kostenlos. Wie der Kurier am Dienstag, den 26. Jänner berichtet, ware derzeit eine Finanzierung einer Monatskarte unklar und könnte mehrere Millionen Euro kosten. Weiter wird erwähnt, dass sich das Innenministerium zwar offen für eine solche Karte zeigte, mehr Geld wolle man derzeit jedoch nicht investieren. Eine Finanzierung durch die Stadt Wien selbst ist derzeit auch noch unklar. Derzeit würde man verhandeln, hieß es dazu laut Kurier Online.

> Wien überlegt Gratis-Monatskarte für Flüchtlinge

(Red./APA)

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