Homo-Partnerschaft: Wien arbeitet an feierlicher Eintragung

Homo-Partnerschaft: Wien arbeitet an feierlicher Eintragung
“Es wird eine feierliche und würdevolle Eintragung einer Partnerschaft geben”, versicherte Stadträtin Sandra Frauenberger.

Wien arbeitet nach dem Ministerratsbeschluss zur Eingetragenen Partnerschaft mit Hochdruck daran, das Prozedere für homosexuelle Paare möglichst feierlich zu gestalten. “Wir werden die Spielräume, die uns das Gesetz lässt, ausnutzen”, unterstrich Stadträtin Sandra Frauenberger (S) im APA-Gespräch. Klar sei: “Wir werden es in der MA 35 machen.” Diese Magistratsabteilung ist für das gesamte Personenstandswesen der Bundeshauptstadt zuständig, was neben dem Standesamt auch den Fachbereich Einwanderung und Staatsbürgerschaft umfasst.

An den Details arbeite man derzeit noch, zumal man den Gesetzestext erst gestern erhalten habe. Fix könne man jetzt allerdings bereits sagen: “Es wird eine feierliche und würdevolle Eintragung einer Partnerschaft geben.” Und dies werde pünktlich ab Jahresbeginn möglich sein, versicherte Frauenberger.

Die formelle Beantragung einer Eingetragenen Partnerschaft soll demnach in einem Amtshaus im Bezirk Margareten erfolgen. Die eigentliche feierliche Eintragung – die nicht direkt in den Räumlichkeiten des Standesamts stattfinden darf – kann dann in den Festsälen der Amtshäuser erfolgen, oder aber an zumindest einem Teil der Orte, an denen die sogenannten Traumhochzeiten stattfinden, wie Schloss Belvedere oder der Donauturm. Es könnte aber auch andere Orte als diejenigen der Traumhochzeiten geben, so Frauenberger. Unklar sei noch, ob die Urkunde vorher in den Amtsräumen unterschrieben werden muss und dort dann nur überreicht werden darf.

Nun werden MA-35-Beamte rechtlich geschult und erhalten dann eine zusätzliche Aufgabe. Dies könnte dementsprechend auch Standesbeamte betreffen, die eine weitere Aufgabe zugesprochen bekommen, wie andere MA-35-Mitarbeiter auch: “Der Magistrat ist eine Einheit”, unterstrich Frauenberger.

Im ersten Jahr erwarte die MA 35 bis zu 450 partnerschaftswillige Paare, danach durchschnittlich 300 jährlich, so Frauenberger. Die MA 35 bezieht sich dabei auf Erfahrungswerte aus Ländern, in denen Eingetragene Partnerschaften bereits verwirklicht sind. Heiraten heterosexueller Paare wurden im vergangenen Jahr 6.260 verzeichnet.

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