Höhere Gebühren: Wiener zahlen 2017 mehr für Müllentsorgung und Wasser

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Gebühren-Erhöhungen in Wien im kommenden Jahr.
Gebühren-Erhöhungen in Wien im kommenden Jahr. - © APA/dpa
Den Wienern beschert das neue Jahr höhere Gebühren. Wie bereits im Sommer angekündigt, steigen die Tarife für Wasser, Abwasser und die Müllabfuhr. Auch die Parkschein-Preise werden erhöht, ebenso wie die Gebühren für Abtransport und Aufbewahrung falsch geparkter Autos.

Bei der Müllabfuhr schlägt die Valorisierung mit 15 Cent Mehrkosten zu Buche: Der Grundbetrag für die Entleerung eines Behälters mit 110 bzw. 120 Liter Inhalt kostet künftig 4,56 statt 4,41 Euro. Die Abwassergebühr steigt von 1,97 auf 2,04 Euro pro Kubikmeter, die “Wasserbezugsgebühr” von 1,80 auf 1,86 Euro pro Kubikmeter.

Laut dem Büro von Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) wird ein durchschnittlicher Haushalt durch die Maßnahmen im Bereich Wasser und Müll mit einer monatlichen Mehrbelastung von insgesamt 1,46 Euro konfrontiert werden. Betont wurde, dass die Gebühren bei weitem nicht kostendeckend seien.

Weitere Gebühren-Erhöhungen ab 2017

Wiener, die ihr Auto in einer Kurzparkzone abstellen, werden sich außerdem an neue Parkschein-Preise gewöhnen müssen. Die sogenannte Parkometerabgabe wird pro halbe Stunde Abstellzeit von 1 Euro auf 1,05 Euro erhöht. Die Stunde kostet dementsprechend ab 2017 nicht mehr 2, sondern 2,10 Euro.

Auch Falschparker müssen im neuen Jahr tiefer in die Tasche greifen: Ab 1. Jänner sollen die Gebühren für Abtransport und Aufbewahrung falsch geparkter Autos um neun Prozent steigen. Das Abschleppen eines Pkw wird dann 264 statt 242 Euro, die Verwahrung am Abschleppplatz in Simmering zehn statt neun Euro pro Tag kosten.

Keine Erhöhung bei den Wiener Linien

In Sachen Gebrauchsabgaben ist künftig für die Nutzung öffentlicher Flächen mehr zu berappen. Betroffen sind 20 Tarifposten, darunter die Vorschreibungen für die Errichtung von Ladenvorbauten oder Verkaufsständen. Höhere Kosten kommen auch auf Wiener Gastronomen zu: Mit der Aufhebung der Wintersperre für Schanigärten wurden die Tarife für diese teils empfindlich erhöht.

Öffi-Nutzer scheinen ungeschoren davonzukommen: Die Wiener Linien haben keine Erhöhung der Ticketpreise geplant, versicherte jedenfalls ein Sprecher des Unternehmens.

(APA)

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