Heuer gehen 553 Wiener Beamte in Frühpension

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In Wien gab es im 2012 517 Frühpensionierungen von Beamten.
In Wien gab es im 2012 517 Frühpensionierungen von Beamten. - © Bilderbox
Im Vergleich zu anderen Bundesländern und dem Bundesdurchschnitt ist die Anzahl der Beamten, die in Wien in Frühpension gehen, deutlich höher. Am Freitag fand die letzte Sitzung der Personalkommission statt, somit steht fest, dass die Anzahl der Mitarbeiter, die heuer in den vorzeitigen Ruhestand versetzt werden, bei 553 liegt.

Mit Verweis auf die wiederholte Kritik der Opposition an der Pensionierungspraxis der Stadt betonte eine Sprecherin der zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger, dass es sich bei den Frühpensionisten “um Menschen und nicht um Zahlen” handle. Die Betroffenen seien so krank, dass sie nicht mehr arbeiten könnten. Die Stadt Wien beschäftigt 73.250 Mitarbeiter, davon seien rund 38 Prozent pragmatisierte Beamte – sprich etwa 28.000 Personen, so die Sprecherin. Diese Zahl umfasst sowohl die Mitarbeiter des Magistrats, als auch jene der Wiener Stadtwerke. In das Wiener Pensionssystem fallen nur pragmatisierte Beamte, der Rest in das ASVG.

2011 gingen 510 Beamte in Frühpension, 2010 waren es 589 und 2009 612 Personen. Insgesamt gehen heuer bis Jahresende 994 Beamte in den Ruhestand, 2011 waren es 960, 2010 1.006 und 2009 1.118. Derzeit liege in Wien das Durchschnittsalter bei Ruhestandsversetzungen vor dem gesetzlichen Antrittsalter bei 55 Jahren, so die Sprecherin. Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter betrage heuer 57 Jahre.

Durchschnittsalter der Beamten in Wien gestiegen

Die Stadt hat zudem die Altersstruktur ihrer Mitarbeiter unter die Lupe genommen: Zwischen 2003 und 2011 sei das Durchschnittsalter der Beamten um fünf Jahre gestiegen. Das hat unter anderem damit zu tun, dass neue Mitarbeiter im Laufe der Zeit nicht mehr automatisch pragmatisiert werden und Beamtenstatus erhalten. Zudem hat sich in den vergangenen vier Jahren die Anzahl der über 60-jährigen Beamten verdoppelt. Die Sprecherin verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass für die Mitarbeiter Programme für die Erhaltung der körperlichen und seelischen Gesundheit angeboten würden. Unter anderem können psychosoziale Screenings gemacht werden, um frühzeitig Stressbelastungen und Burn-Out zu erkennen.

Anfang 2013 soll außerdem ein neues Personalmanagementinstrument getestet werden. Wenn Mitarbeiter krankheitsbedingt ihre Arbeit nicht mehr ausführen können, sollen sie in einen neuen Bereich versetzt werden. Ziel der Stadt sei, dass “alle Mitarbeiter möglich gesund und möglichst lange arbeiten können”, betonte die Sprecherin. (APA)

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