Hercules-Abschiebeflüge starten: 14 Flüchtlinge werden ausgeflogen

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Hercules-Abschiebeflüge: 14 Männer mit negativem Asylbescheid sollen nach Bulgarien überstellt werden
Hercules-Abschiebeflüge: 14 Männer mit negativem Asylbescheid sollen nach Bulgarien überstellt werden - © APA/BUNDESHEER/MARKUS ZINNER
Kommende Woche starten die Abschiebungen mit Hercules-Maschinen aus Österreich. 14 Männer mit negativen Asylbescheiden sollen dann mit dem Heerestransportflugzeug nach Bulgarien gebracht werden, so ein Sprecher von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ).

Der Sprecher bestätigte damit einen Bericht des “Standard” (Donnerstagausgabe). Das genaue Datum des ersten Flugs ist nicht bekannt.

Hercules-Abschiebeflüge: Details zu den Kosten

Die Rückführungen mit den Transportmaschinen des Typs C-130 finden als Assistenzleistung für das Innenministerium statt und wurden Anfang Juni von Doskozil und Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP neben der Überwachung von Botschaften durch Soldaten (“Objektschutz”) fixiert. Die Kosten für die Rückführungsflüge trägt den damaligen Angaben zufolge das Verteidigungsministerium. Die Flugstunden sind im geplanten Jahresflugstundenkontingent des Systems Hercules enthalten.

Doskozil verteidigt Hercules-Abschiebungen

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat am Donnerstag die bevorstehende Abschiebung von abgewiesenen Asylwerbern mit der Heeresmaschine Hercules verteidigt. “Rückführungen mit einer Militärmaschine sind eine wichtige und sinnvolle Ergänzung zu den bereits bestehenden Rückführungsmaßnahmen”, so der Ressortchef in einer Aussendung.Wenn ein Asylwerber negativ beschieden sei, müsse er das Land verlassen. “Österreich ist gefordert, Rückführungen durchzusetzen, alles andere wäre ein fatales Signal”, betonte Doskozil. Ein Flug mit der Hercules sei dabei absolut zumutbar: “Unsere Soldaten werden regelmäßig mit der Hercules transportiert.”

50 Personen fliegen mit der Hercules C-130

Mit der Hercules C-130 werden bei einem Flug kommende Woche 14 rückzuführende männliche Personen transportiert. Die sonstigen Plätze stehen wie in den EU-Standards vorgesehenen Begleitbeamten sowie dem Begleitteam (Arzt, Sanitäter, Dolmetscher, Backup-Team, Menschenrechtsbeobachter) zur Verfügung. Insgesamt werden daher etwa 50 Personen an dem Flug nach Bulgarien teilnehmen.

(apa/red)

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