Heinz Fischer: So lief der Amtsbesuch von Kosovo-Präsident Hashim Thaci

Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer (r.) mit seinem kosovarischen Amtskollegen Hashim Thaci in Wien.
Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer (r.) mit seinem kosovarischen Amtskollegen Hashim Thaci in Wien. - © APA/Bundesheer/Peter Lechner
Der neue Präsident des Kosovo Hashim Thaci traf am Mittwoch seinen österreichischen Amtskollegen Heinz Fischer in Wien.

Bei seinem ersten offiziellen Amtsbesuch als neuer Präsident des Kosovo ist Hashim Thaci am Mittwochnachmittag von Bundespräsident Heinz Fischer empfangen worden. Sowohl Fischer als auch Thaci lobten die Fortschritte der bilateralen Beziehungen in den vergangenen Monaten. Thaci bezeichnete das Arbeitsgespräch in der Hofburg als “konstruktiv”.

Fischer hatte bereits im Oktober des Vorjahres einen Arbeitsbesuch in Prishtina absolviert und wurde damals von Thacis Amtsvorgängerin Atifete Jahjaga empfangen. Die Kosovo-Reise des Bundespräsidenten sei eine “wichtige Botschaft an die ganze Region” gewesen, dass friedliche Lösungen gefunden werden müssten und sollten, erklärte Thaci am Mittwoch vor Journalisten.

Fischer sieht “gewisse Fortschritte” bei bilateralen Beziehungen

Die friedliche Entwicklung der Westbalkan-Länder sowie deren EU-Annäherung sei für Österreich wichtig und ein besonders Anliegen, meinte auch Fischer. Über den Besuch seines kosovarischen Amtskollegen zeigte sich der scheidende Präsident erfreut und betonte gleichzeitig, dass sich die bilateralen Entwicklungen gut entwickeln würden. Seit seinem Besuch im Oktober habe es “gewisse Fortschritt” geben. So sei es im Bezug auf parlamentarische Konfrontationen etwas ruhiger geworden.

Im kosovarischen Parlament sind Tränengas- und andere Attacken keine Seltenheit. Immer wieder greifen die Oppositionsparteien auf diese Mittel zurück, um die Parlamentsarbeit zu boykottieren. Sie wollen damit eine Auflösung des Abgeordnetenhauses und vorzeitige Parlamentswahlen erzwingen, weil die Regierung ihrer Meinung nach der serbischen Minderheit zu viele Rechte einräumt. Auch bei der Wahl Thacis im Parlament Ende Februar versuchte die Opposition auf diese Art und Weise zu verhindern.

(APA, Red.)

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