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20. April 2012 18:39; Akt.: 4.05.2012 23:39

Grüne wollen nach Lueger-Ring-Umbenennung auch Lueger-Denkmal umgestalten

Die Grünen luden schon am Freitag zur symbolischen Umbenennung vom Dr. Karl-Lueger-Ring Die Grünen luden schon am Freitag zur symbolischen Umbenennung vom Dr. Karl-Lueger-Ring - © Vienna.at/Alex Blach
Dass am Donnerstag bekannt wurde, dass der Dr. Karl-Lueger-Ring in Wien in “Universitätsring” umbenannt werden soll, war für viele ein Grund zur Freude – auch für Wiens Grüne, die diese am Freitag schon symbolisch vollzogen. Auch eine Umgestaltung des Lueger-Denkmals beim Stubentor wird nun angestrebt.

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Offenbar können es die Wiener Grünen kaum noch erwarten, dass die kürzlich beschlossene offizielle Namensänderung des Dr.-Karl-Lueger-Rings in Wien im Herbst vollzogen wird. Am Freitag luden sie zu einer symbolischen Umbenennung der Straße – und brachten dazu bereits provisorische Straßenschilder mit.

Mandatare hielten bei der Aktion am Freitag mit Promi-Unterstützung – etwa des Schriftstellers Martin Amanshauser oder der Fotografin Lisl Ponger – ein provisorisches Straßenschild mit der künftigen Bezeichnung “Universitätsring” in die Kameras. Dabei betonte der grüne Kultursprecher Klaus Werner-Lobo, dass man sich nach der Umbenennung des Ring-Abschnitts nun für eine Umgestaltung des Lueger-Denkmals beim Stubentor einsetzen möchte.

Auch Lueger-Denkmal soll geändert werden

Ideen für eine Umgestaltung wurden bereits vor geraumer Zeit von der Universität für angewandte Kunst im Rahmen eines Wettbewerbs gesammelt. Das Siegerprojekt sieht eine Kippung des Denkmals um 3,5 Grad nach rechts vor. Eine solche Lösung könne er sich gut vorstellen, so Werner-Lobo. Zwar habe das Bundesdenkmalamt derlei Überlegungen bereits eine Absage erteilt – aber: “Wo eine Wille ist, ist auch ein Weg”, zeigte sich der Kultursprecher kämpferisch.

Die Hoffnung sei groß, dass man den roten Koalitionspartner überzeugen könne. Es gebe in Wien neben dem derzeit noch so bezeichneten Lueger-Ring zwölf weitere Gedenkstätten für den als populistischen Antisemiten geltenden früheren Bürgermeister der Bundeshauptstadt. Werner-Lobo will diese nicht “ausmerzen”, fordert allerdings eine kritische Betrachtung der Orte, die an Karl Lueger und seinesgleichen erinnern.

 

(apa/red)



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