Feinstaub-Belastung geht nicht zurück

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Der Feinstaub ist noch immer allgegenwärtig.
Der Feinstaub ist noch immer allgegenwärtig. - © apa/Sujet
Keine guten Nachrichten: Die Feinstaub-Belastung war 2011 ähnlich hoch wie 2010. Vor allem in den Wintermonaten werden Höchstwerte gemessen. Hier erfahren Sie, was die Hauptverursacher sind.

Die Feinstaub-Belastung hat sich im Jahr 2011 im Vergleich zu 2012 kaum verändert. Das zeigen vorläufige Daten des Umweltbundesamts (UBA). Zu den Hauptverursachern zählten der Verkehr, der Hausbrand und die Industrie.

Beim Verkehr sei ein Großteil auf Diesel-Kfz und der Aufwirbelung von Straßenstaub zurückzuführen, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung des UBA. Beim Hausbrand seien besonders alte, mit Holz oder Kohle betriebene Einzelöfen für hohen Feinstaubausstoß verantwortlich. Im Bereich Industrie stamme ein wesentlicher Teil in den Städten aus der Bauwirtschaft, lokal auch aus industriellen Prozessen.2011 wurden die höchsten Werte von Ende Jänner bis Anfang März sowie im November registriert.

Feinstaub erreicht Höchstwerte im Winter

Ähnlich hohe Feinstaub-Konzentrationen wie 2011 wurden 2010 mit Höchstwerten im Jänner, Februar und Dezember gemessen. Deutlich niedriger hingegen fiel die PM10-Belastung in den Jahren 2007 bis 2009 aus. Verglichen mit den Jahren 2003, 2005 und 2006 war die Feinstaub-Konzentration 2011 hingegen geringer.

Die Schwankungen sind laut UBA in erster Linie auf meteorologische Verhältnisse zurückzuführen, die vor allem im Winter die Anreicherung von Feinstaub beeinflussen. Ausschlaggebend ist das Auftreten länger anhaltender Hochdruckwetterlagen, die für ungünstige Ausbreitungsbedingungen sowie für die Akkumulation von PM10 über mehrere Tage, fallweise mehrere Wochen verantwortlich sind. Kommt es bei Hochdrucklagen zu Wind aus Nordost bis Südost, so wird Feinstaub oft aus dem Osten mittransportiert.

Um die Feinstaub-Belastung zu reduzieren, wurden in den vergangenen Jahren Maßnahmen auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene gesetzt, zum Beispiel die Förderung von Partikelfilter für Diesel-Kfz, Tempolimits, die Umrüstung kommunaler Flotten oder zeitlich begrenzte lokale Fahrverbote.

(APA)

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