Fast eine Milliarde Gäste in Wien: Fahrgastrekord bei den Wiener Linien

Über 960 Millionen Fahrgäste transportierten die Wiener Linien im Jahr 2017.
Über 960 Millionen Fahrgäste transportierten die Wiener Linien im Jahr 2017. - © Johannes Zinner
2017 waren mit den Wiener Linien fast eine Milliarde Fahrgäste unterwegs. Genau 961,7 Millionen Fahrgäste konnten in den Bussen, U-Bahnen und Straßenbahnen verzeichnet werden. Das macht mehr als 2,5 Millionen Fahrgäste pro Tag in Wien. 778.000 Menschen besitzen zudem eine Jahreskarte.

2017 haben die Wiener Linien zum vierten Mal in Serie ein Plus an Fahrgästen und damit einen neuen Höchststand erzielt: insgesamt waren mit den U-Bahnen, Straßenbahnen und Autobussen 961,7 Millionen Fahrgäste unterwegs. Mit der Eröffnung des neuen U1-Teilabschnitts nach Oberlaa im Herbst 2017 wuchs das Wiener U-Bahn-Netz auf knapp 83 Kilometer bzw. 109 Stationen an.

Mehr Wiener mit Jahreskarten

Auch bei den Jahreskarten hält der positive Trend an. Ende 2017 waren 778.000 Menschen mit der Jahreskarte der Wiener Linien unterwegs. Damit sind weiter deutlich mehr Jahreskarten im Umlauf als PKW in Wien gemeldet. “Um den öffentlichen Verkehr weiter auszubauen, investieren wir heuer 407 Millionen Euro. Wir starten Ende des Jahres mit dem U2/U5-Ausbau, die neue Straßenbahn FLEXITY wird noch dieses Jahr erstmals mit Fahrgästen unterwegs sein”, so Öffi- und Umweltstadträtin Ulli Sima am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz.

Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer und Öffi-Stadträtin Ulli Sima präsentieren die Zahlen. PID/Jobst ©

Sicherheit und Umweltfreundlichkeit ausgebaut

Auch auf Sicherheit wird verstärkt geachtet. So wird etwa das Sicherheitsteam aufgestockt und die Videoüberwachung ausgebaut. Und der Anstieg an Fahrgästen kommt auch der Umwelt zugute. “Rund 85 Prozent unserer Fahrgäste sind mit U-Bahnen, Straßenbahnen und Elektrobussen und damit umweltfreundlichem Elektroantrieb mobil und diesen Weg gehen wir weiter”, so Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien.

Das sind die Öffi-Großprojekte 2018 in Wien

Linienkreuz U2/U5: Mit dem Linienkreuz U2/U5 startet heuer das wichtigste Zukunftsprojekt für die Öffis in Wien: Ab der Station Rathaus bekommt die U2 in Richtung Süden eine neue Linienführung. Die neue Strecke führt künftig über die Stationen Neubaugasse, Pilgramgasse und Reinprechtsdorfer Straße bis zum Matzleinsdorfer Platz. Die neue U5 wird die bestehende U2-Strecke zwischen Karlsplatz und Rathaus übernehmen und im ersten Schritt bis zum Frankhplatz verlängert.

Neue Öffis: Rund 48 Millionen Euro investieren die Wiener Linien heuer in die Modernisierung der Fahrzeugflotte. Highlight wird die erste FLEXITY-Straßenbahn, die Ende des Jahres mit Fahrgästen im Netz unterwegs sein wird. Derzeit laufen noch intensive Testfahrten ohne Fahrgäste.

U4-Rennovierung: Am 17. und 18. Februar finden Bauarbeiten im Streckenbereich zwischen Roßauer Lände und Spittelau statt. Zeitgleich arbeiten die Wiener Linien weiter an der Sanierung der U4-Station Friedensbrücke. Ab 19. Februar starten die Arbeiten auf dem Bahnsteig in Fahrtrichtung Heiligenstadt. Im Anschluss folgt die Sanierung der U4-Station Roßauer Lände. Zu Ostern und Pfingsten wird die U4 von Karlsplatz bis Margaretengürtel gesperrt. Im Sommer 2018 finden rund um die U4-Station Heiligenstadt Modernisierungsarbeiten statt.

U6-Rennovierung: Im Rahmen der U6-Revitalisierung beginnt im Frühjahr die Generalsanierung der historischen Station Nußdorfer Straße.

Sicherheit und Videoüberwachung: Seit rund sechs Monaten sind die neuen Sicherheits-MitarbeiterInnen der Wiener Linien in den Zügen und Stationen im U-Bahn-Netz unterwegs. Noch im Frühjahr wird das Team auf rund 60 speziell ausgebildete MitarbeiterInnen wachsen, im Sommer sollen es ca. 90 Personen sein. Die MitarbeiterInnen des Sicherheitsteams sollen künftig mit Bodycams unterwegs sein. Rund 800 neue Kameras werden heuer zusätzlich in Fahrzeugen und Stationen zur Erweiterung der Videoüberwachung installiert.

Verlängerung der Straßenbahnlinie D: Die Straßenbahnlinie D wird vom Hauptbahnhof bis zur Absberggasse verlängert und bindet das Sonnwendviertel an die U1 an. Bei rund 40 Gleisbauprojekten erneuern die Wiener Linien heuer rund 9.000 Meter Straßenbahngleise. Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt dabei auf der Ringstraße.

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