Fancorner: SK Rapid Wien plant ein eigenes Fan-Zentrum

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Der SK Rapid Wien will mit dem Fan-Zentrum eine neue Anlaufstelle für die Anhänger bieten.
Der SK Rapid Wien will mit dem Fan-Zentrum eine neue Anlaufstelle für die Anhänger bieten. - © APA
Langsam nimmt die angekündigte Neustrukturierung der Fanarbeit beim SK Rapid Wien konkrete Formen an. 150 Quadratmeter groß soll das Fan-Zentrum beim Hanappi-Stadion im Erdgeschoss der Vereinsgeschäftsstelle sein. Einen fixen Eröffnungstermin gibt es jedoch bisher nicht.

Die von Rapid angemietete Räumlichkeit, in der sich früher ein Lokal befand, wird dementsprechend umgebaut. Laut Clubserviceleiter Andreas Marek ist die Eröffnung noch im Dezember vorgesehen, aber spätestens vor Beginn der Frühjahrsmeisterschaft fix geplant. “Dort bekommt der Fan alles, was er braucht. Er kann Tickets für Heim- und Auswärtsspiele kaufen, eine Mitgliedschaft abschließen, Auswärtsreisen buchen oder Choreografien anmelden. Außerdem sollen Anhänger dort einen echten Info-Treff zu allen relevanten Themen rund um Rapid vorfinden”, erzählt Marek.

Fancorner an fünf Tagen geöffnet

Die von Montag bis Freitag geöffnete neue Einrichtung mit dem offiziellen Namen “Fancorner” soll aber nicht nur für bürokratische Tätigkeiten genutzt werden – es ist auch ein eigener Rückzugsbereich vorgesehen, wo Fans mit Rapid-Mitarbeitern ihre Anliegen, den Club betreffend, besprechen können. “Das ganze Zentrum soll eine Einladung zur Kommunikation sein, unsere Fans sollen dort ihre Wünsche und Ideen deponieren und auch über Probleme sprechen können”, sagte Marek.

Rapid-Fans sollen besser betreut werden

Im Fan-Zentrum werden laut Marek unter anderen auch jene beiden neuen Vereinsangestellten regelmäßig anzutreffen sein, die sich künftig um die Kooperation mit der “organisierten Fan-Szene” kümmern sollen. Nach den schweren Ausschreitungen von Thessaloniki im vergangenen August verkündete Marek, sich nach 15 Jahren von der Arbeit an vorderster Front mit dem harten Fan-Kern zurückzuziehen. Zukünftig wird diese Aufgabe von einem Sozialarbeiter und einem Experten in Sachen Sicherheit und Organisation übernommen werden.

Um welche Personen es sich dabei handelt, ließ Marek offen. “Den Sozialarbeiter haben wir schon. Unser erster Wunschkandidat als Organisationsexperte hat uns vor einigen Tagen abgesagt, jetzt gibt es noch Gespräche mit mehreren qualifizierten Personen, auch hier fällt die endgültige Entscheidung noch im November.”

Fan-Arbeit auch online gefragt

Die beiden Neuen werden sich über Unterbeschäftigung nicht beklagen können. “Der aktive Fan-Bereich ist sehr komplex. Da gibt es auch in Deutschland Probleme, obwohl man dort personell ganz anders aufgestellt ist”, betonte Marek, der sich als Clubserviceleiter des SK Rapid nun vermehrt wieder seinen Kernaufgaben wie Merchandising, Ticketing und dem gesamten Event-Management widmen wird. Seine beiden neuen Rapid-Kollegen sollen sich auch mit den Herausforderungen beschäftigen, die durch die Neuen Medien auf Rapid zukommen. “Zu ihrem Job wird gehören, dass sie sich regelmäßig in diversen Internetforen und Social-Media-Plattformen einloggen, dort auf Fragen und diverse Behauptungen eingehen und so einen noch direkterer Draht zu den Anhängern als bisher schaffen”, sagte Marek. (APA)

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