Ex-Rapid-Spieler Sergej Mandreko an ALS erkrankt

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Sergej Mandreko im Trikot von Rapid Wien in einem Derby gegen die Austria.
Sergej Mandreko im Trikot von Rapid Wien in einem Derby gegen die Austria. - © APA
Sergej Mandreko war Mitte der 1990er-Jahre Teil jener erfolgreichen Mannschaft von Rapid Wien, die 1996 Meister wurde und ins Europacupfinale einzog. Im Alter von 45 Jahren bekam der nunmehrige Trainer vor Kurzem die niederschmetternde Diagnose ALS.

Der Ex-Rapidler und aktuelle Trainer des LAC Inter in der zweiten Wiener Landesliga, Sergej Mandreko, ist an ALS erkrankt. Das berichtet der ehemalige Krone-Sportjournalist Peter Linden in seinem Blog. Die Amyotrophe Lateralsklerose ist eine degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zum Schwund der Muskulatur am ganzen Körper führt.

Prominentester Patient ist wohl der britische Astrophysiker Stephen Hawking, der die Diagnose 1963 erhielt und dem die Ärzte schon damals nur noch wenige Jahre zu leben prophezeiten. Seit 1968 ist Hawking an den Rollstuhl gefesselt, 1985 verlor er die Fähigkeit, zu sprechen. Dass er nach wie vor lebt, verblüfft Experten weltweit.

Breite Aufmerksamkeit wurde ALS vor rund zwei Jahren zu Teil, als die “Ice Bucket Challenge” über die sozialen Medien das Bewusstsein für die Krankheit förderte.

Ex-Rapidler Sergei Mandreko nimmt Kampf gegen ALS auf

Mandreko habe die niederschmetternde Diagnose bei einem Arztbesuch erhalten, zu dem er sich entschied, nachdem sein rechter Arm häufig eingeschlafen war, erklärt Linden. Um dem ehemaligen Profi auch finanzielle Unterstützung zukommen lassen zu können, veranstaltet der Fußballklub LAC Inter am 17. April eine Benefizveranstaltung mit einem Legendenspiel.

Rapid wird bereits zwei Tage davor, beim Heimmatch gegen Altach (15. April, 18:30 Uhr, live auf Sky und im VIENNA.at-Liveticker) Spenden sammeln und Geschäftsführer Christoph Peschek die Summe dann am LAC-Platz übergeben. Dort werden dann auch zwei Spieler der Kampfmannschaft Autogramme schreiben, außerdem haben sich Mandrekos frühere Spezis bei Grün-Weiß, Dietmar Kühbauer und Stephan Marasek, angekündigt. Der dritte, Zoran Barišić, ist als Trainer von Karabükspor in der Türkei eingespannt.

Mandreko brauche Hilfe, um eine alternative Therapie in Russland finanzieren zu können, schreibt Linden. Der Ex-Kicker will den Kampf gegen die tückische Krankheit aufnehmen. Denn aufgeben war für ihn schon in den 128 Pflichtspielen, die er für Rapid bestritt, nie eine Option.

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