Erzdiözese Wien stellt bald versprochene Quartiere für Flüchtlinge auf

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Klaus Schwertner (L), Generalsekretär der Caritas Wien, und Kardinal Christoph Schönborn am Westbahnhof
Klaus Schwertner (L), Generalsekretär der Caritas Wien, und Kardinal Christoph Schönborn am Westbahnhof - © APA
Zuversichtlich ist man in der Erzdiözese Wien, das am Dienstag angekündigte Ziel von 1.000 unterzubringenden Flüchtlingen in kirchlichen Einrichtungen bald zu erreichen. Schönborn gab bekannt, er wolle selbst in seinem direkten Umfeld Flüchtlinge aufnehmen.

“Wir sind sehr optimistisch, dieses Ziel zu schaffen, denn täglich kommen Angebote von Pfarrgemeinden, Klöstern oder anderen kirchlichen Einrichtungen”, sagte der Sprecher der Erzdiözese, Michael Prüller, Mittwochabend.

Quartiere für Flüchtlinge – auch bei Schönborn

Auch Kardinal Christoph Schönborn werde in seinem direkten Umfeld Flüchtlinge aufnehmen, wobei die sanitäre und rechtliche Prüfung der dafür vorgesehenen Räume vor dem Abschluss steht. “Somit wird es bald auch eine Flüchtlingsunterkunft am Stephansplatz geben”, so Prüller in einer Aussendung. Konkret sollen im erzbischöflichen Palais Quartiere entstehen.

Schönborn twitterte diese Botschaft Mittwochabend auch selbst:

Kirche startet Website zur Asyl- und Flüchtlingshilfe

Mit einer neuen Website bietet die katholische Kirche in Österreich einen Überblick über die kirchlichen Hilfsangebote für Flüchtlinge und Asylwerber: Hier findet man ab sofort etwa die diözesanen Flüchtlingskoordinatoren und direkte Ansprechpersonen, berichtet die Kathpress.

Im Zentrum der Website informiert eine interaktive Österreich-Karte per Klick auf das jeweilige Bundesland darüber, wie viele Flüchtlinge die Kirche dort vor Ort betreut und welche Projekte sich in Umsetzung befinden. Ferner angeboten werden Informationen über kirchliche Hilfsprojekte und Möglichkeiten, wie man sich selbst aktiv an der Hilfe beteiligen kann.

Flüchtlinge: Informationen zu Spenden

Beispielsweise soll dargestellt werden, wo Geld- oder Sachspenden geleistet werden können bzw. wo persönliches Engagement möglich ist. Abgerundet wird die Seite durch Stellungnahmen kirchlicher Amtsträger und Institutionen zur Flüchtlingsfrage sowie mit einer Zusammenstellung von Fragen und Antworten zum Thema Flucht und Asyl.

Laut Website sind derzeit insgesamt rund 5.000 Asylwerber im Bereich der Grundversorgung im kirchlichen Bereich untergebracht und werden von der Caritas betreut – im Juli 2014 waren es noch rund 3.000. Darüber hinaus werden 12.000 Asylwerber von der Caritas mobil unterstützt. “Hilfe für Menschen auf der Flucht ist eine unverhandelbare Christenpflicht”, heißt es auf der Website, die vom Medienreferat der österreichischen Bischofskonferenz erstellt wurde.

(apa/red)

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