26. Februar 2005 10:42; Akt.: 26.08.2011 15:55

Safaripark: Nachfolgeprojekt abgelehnt

Safaripark: Nachfolgeprojekt abgelehnt

Mit einem überraschenden Ergebnis endete am Freitagabend in Gänserndorf die Gemeinderatssitzung zum Thema Safaripark-Nachfolge – Elefanten, Nashörner, Kamele
und Löwen müssen endgültig weggebracht werden.

 (3 Kommentare)

Das Projekt einer Auffangstation für Wildtiere des Veterinärs Josef Zoher wurde nämlich mit großer Mehrheit abgelehnt. Die nun am Areal verbliebenen Elefanten, Löwen, Kamele, Hirsche und das Nashorn müssen nun endgültig weggebracht werden. Am 5. und 6. März will Zoher noch einen „Tag der offenen Tür“ veranstalten: „Damit sich die Menschen von den Tieren verabschieden können“.

Die Entscheidung des Gemeinderates kommentierte der Tierarzt mit Fassungslosigkeit: „Es ist mir völlig unerklärlich. Wir wissen auch den Grund für die Ablehnung unseres Projektes nicht.“ Doch Vermutungen hat er bereits angestellt: Denn in den vergangenen Tagen hat sich ein weiterer Interessent für die Safaripark-Nachfolge gemeldet. Dieser war ebenfalls bei der Sitzung anwesend. Zoher ist enttäuscht: „Vielleicht glaubt die Gemeinde, mit ihm den besseren Fisch an der Angel zu haben.“

Projekt wird eingestellt

„Ich weiß nur, dass der Herr in der Tierschutzszene kein unbeschriebenes Blatt ist“, zeigt der engagierte Tierfreund aus dem benachbarten Deutsch-Wagram wenig Begeisterung für seinen Kontrahenten. Dieser heißt Jürgen Auer, ist Sprecher einer finanzstarken Investorengruppe und nach eigenen Angaben seit zehn Jahren im Tier- und Naturschutz tätig. Seit sechs Jahren leitet Auer die Orang-Utan-Schutzorganistion „BOS Austria“.

Der „unterlegene“ Zoher wird sein Projekt nun einstellen und sämtliche Pläne verwerfen. „Für uns ist die Sache gelaufen“, sagte er unmittelbar nach der Gemeinderatssitzung. Seine fünf Mitarbeiter muss er entlassen, die Betreuung der 14 Löwen – die der Organisation „Vier Pfoten“ gehören – wird ebenfalls beendet. „Wir waren der Meinung, dass die Gemeinde will, dass es weitergeht.“ Der 5. und 6. März ist laut Zoher „die letzte Chance für Besucher noch einmal frei lebende Elefanten und Nashörner in Gänserndorf zu sehen“.


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