Einsatzübung von Johanniter und ÖBB: Zugunglück in Wien-Kledering

Zugunglück: Übung für den Ernstfall.
Zugunglück: Übung für den Ernstfall. - © Johanniter/ Tersch
„Zwei Personenzüge stoßen zusammen, 75 Personen verletzt, darunter auch Schwerverletzte“  – so lautete das Krisenszenario einer groß angelegten Einsatzübung der Johanniter am Wochenende. Rund 140 Ehrenamtliche nahmen an der Übung des Johanniter-Katastrophenhilfsdienstes (KHD) in Zusammenarbeit mit der ÖBB teil, die am  Zentralverschiebebahnhof in Wien-Kledering stattfand.

Übung für den Ernstfall: „Ein Zugunglück ist ein interessantes Szenario, um für den Ernstfall zu üben“, so Daniel Bomze, Leiter der Johanniter-Sanitätsgruppe und Übungsleiter.

„Bei dieser Einsatzübung wurden hohe Anforderungen gestellt: Erstens befanden sich viele verletzte Personen in den sehr engen Wagons. Zweitens wurde der Strom abgeschaltet und es gab kein Licht im Zuginneren. Drittens betrug der Abstand des Zuges zum Boden mehr als einen Meter, weil hier der Bahnsteig fehlte. Also mussten bei der Bergung spezielle Sicherheitsvorkehrungen im Gleisbereich getroffen werden.“

Zugunglück: Johanniter proben den Ernstfall

Vierzehn Stunden lang waren 40 Sanitäter sowie 30 weitere Teilnehmer mit 18 Rettungsfahrzeugen vor Ort im Einsatz. 75 Personen mit realitätsnahen Verletzungen (die für die Übung zuvor entsprechend geschminkt wurden) konnten fachgerecht versorgt werden, heißt es von Seiten der Johanniter.

Besonders lehrreich für alle Beteiligten sei die Zusammenarbeit mit der Einsatzleitung und den Notfallkoordinatoren der ÖBB gewesen: „Solche Gelegenheiten sind selten und für alle eine sehr wertvolle Erfahrung“, meint Daniel Bomze.

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