Eddie The Eagle – Alles ist möglich – Trailer und Kritik zum Film

Eddie The Eagle – Alles ist möglich – Trailer und Kritik zum Film
Es sind nicht immer Spitzenathleten mit bestem Material und Unterstützung der Verbände im Rücken die wahren Sieger. Eddie the Eagle, der britische Skispringer Michael Edwards, wurde bei den Olympischen Spielen 1988 bei zwei Schanzenbewerben zweimal letzter – und doch war es ein Triumph.

Davon erzählt nun eine lose auf wahrem Geschehen basierende kurzweilige Mischung aus Komödie, Drama und Biopic.

Eddie The Eagle – Die Geschichte

“Eddie the Eagle – Alles ist möglich” ist keine Realfilm-Dokumentation über den Maurer Edwards, der mit acht Jahren den Traum hatte, irgendwann für sein Land bei den Spielen anzutreten. “Etwa fünf Prozent entsprechen der Wahrheit”, sagte Edwards selbst gegenüber der BBC, aber Hauptdarsteller Taron Egerton habe ihn perfekt hinbekommen. Tatsächlich: Man braucht nur die alten Sportaufnahmen anzusehen, um sich davon zu überzeugen. Egerton hat die Figur nicht komisch überzeichnet, ihr aber auch nicht die Schrulligkeit genommen. Man lacht gerne über den seltsamen Adler, aber man bewundert ihn auch für seinen Mut und seine Standhaftigkeit.

Edwards hatte sich in vielen Disziplinen erfolglos versucht, ehe er sich für das Skispringen entschied und 1987 bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf mit 73,5 Meter auf den letzten Platz sprang, aber einen britischen Rekord aufstellte. Diese Leistung ermöglichte die Teilnahme bei den Olympischen Winterspielen. Mit dicken Augengläsern, die er vor jedem Absprung reinigte, unter seiner Skibrille, einem Schnauzbart und einem unglaublichen Selbstbewusstsein begeisterte Edward die Zuschauer. So manche um Medaillen kämpfende Athleten und hochrangige Funktionäre waren von der Show wohl weniger amused.

Eddie The Eagle – Die Kritik

“Cool Runnings”, der Spielfilm über ein jamaikanisches Bobteam, inspirierte Regisseur Matthew Vaughn. “Warum macht niemand mehr solche Filme”, fragte er sich und erinnerte sich an ein Treatment für “Eddie the Eagle”. Etwas Pathos, Achtziger-Jahre-“Charme” (grelle Farben, Van Halens “Jump” im Soundtrack), eine Botschaft (“du kannst alles erreichen”), eine coole Nebenfigur (Hugh Jackman als Edwards Trainer, der seine eigenen Dämonen zu besiegen hat), sanften Humor und ein paar (letztendlich zarte) Seitenhiebe auf selbstherrliche Funktionäre vermischte er mit seinen Drehbuchautoren zu einem Feel-Good-Movie der alten Schule.

Selbst wenn das Gesamtergebnis etwas schnulzig ausgefallen ist, so hat “Eddie the Eagle” – gedreht auch in Österreich und Deutschland – doch seine Momente, etwa wenn Edwards auf den später gefallenen Springstar Matti Nykänen trifft. Und für jene die nach dem Ausflug in die Achtziger zu Hause das Jahrzehnt weiter hochleben lassen wollen, ist bei Universal die CD “Fly – Songs inspired by the Film Eddie the Eagle” herausgekommen: Gary Barlow hat dafür eine Playlist mit Marc Almond, Midge Ure, Nik Kershaw, OMD u.a. zusammengestellt.

(APA)

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