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Dredd 3D - Trailer und Kritik zum Film

Der britische Comic um Supercop Jugde Dredd in der von Gewalt zerfressenen, post-apokalyptischen Mega City One ist zum zweiten Mal für die Kinoleinwand adaptiert worden. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Nach dem wenig geliebten Vorgänger mit Sylvester Stallone konzentriert sich die düstere Neuverfilmung “Dredd 3D” auf blutige Action ohne große Stars und Sci-Fi-Klimbim. Ab 15. November in Österreichs 3D-Kinos.

Das seit 1977 in der Reihe “2000 AD” entwickelte Comicuniversum wird von den britischen Machern des Films auf einen Tag in einem der unzähligen Monster-Wohnblocks der Stadt reduziert. Hinter dem verführerischen Namen “Peach Trees” verbirgt sich ein vertikaler Slum mit 50.000 Bewohnern. Hier herrschen Gangs, wenn nicht gerade ein schwer bewaffneter Judge in der Nähe ist. Judges sind Polizisten, Richter, Geschworene und Vollstrecker in einer Person. Sie sind im Amerika des 22. Jahrhunderts das Gesetz.

“Dredd”: Superheld ohne Starallüren

Dredd (Karl Urban – “Star Trek” 2009) und das eigentlich bei der Prüfung zum Judge durchgefallene Medium Cassandra Anderson (Olivia Thirlby – “Juno” 2007) werden zu einem Mordfall nach “Peach Trees” gerufen und geraten ins Schussfeld der Exprostituierten Ma-Ma (Lena Headey – “Game of Thrones”). Sie macht mit ihrer Gang gute Geschäfte mit der neuen Droge Slo-Mo, die die Wahrnehmung um das Hundertfache verlangsamt. Ma-Ma lässt den Wohnblock hermetisch abriegeln. Der tödliche Kampf kann beginnen.

Judge Dredd ist keine Rolle für einen Star. Selten war eine Figur eindimensionaler, maulfauler und unnahbarer. Hauptdarsteller Urban versteckt im Gegensatz zu Stallone treu zur Vorlage sein Gesicht den ganzen Film über vom Mund aufwärts unter einem Helm. Die schauspielerisch stärkeren Momente bleiben für Lena Headey und Olivia Thirlby, die eine als Killerin noch unsicher, die andere ungerührt.

Das Team um Drehbuchautor Alex Garland (“28 Tage später” 2002) versucht sichtlich, sich von der schrillen Erstverfilmung abzusetzen – weniger Comic, mehr bluttriefende Action in düsteren Korridoren mit finster brummendem Industrial-Soundtrack. Und Kameramann Anthony Dod Mantle (Oscar für “Slumdog Millionär” 2008) taucht das Geschehen in 3D-Bilder, die dem Geschehen in den besten Momenten tatsächlich eine weitere Dimension – von Gewalt oder Verlorenheit – hinzufügen.

“Dredd 3D” ist ein optisch ansprechender und unterhaltsamer Actionfilm, am Ende bleibt aber das Gefühl, dass die Geschichte des rechtlosen Richters in einer undemokratischen Welt eine etwas vielschichtigere Handlung hergeben könnte. Eine Fortsetzung war angeblich geplant, die bisher schwachen Einspielergebnisse in den USA könnten den Plan jedoch durchkreuzen.

(APA)

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