Die Stimmen zum Spiel: Rapid Wien gegen Austria 1:1

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Rapid Wien musste sich mit einem 1:1 gegen Austria zufrieden geben.
Rapid Wien musste sich mit einem 1:1 gegen Austria zufrieden geben. - © APA/EXPA/THOMAS HAUMER
Rapid Wien holte im Heimspiel gegen die Austria ein 1:1. Beim Derby am Sonntag in Hütteldorf kam es neuerlich zu Zuschauerausschreitungen. Das sind die Stimmen zum Spiel.

Goran Djuricin (Rapid-Trainer): “Bis zum Abbruch waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben den Ball gut laufen gelassen. Der Abbruch hat uns leider geschadet, dann war die Austria besser. Insgesamt waren wir über weite Strecken besser, konnten das aber leider nicht auf das Ergebnis ummünzen. Aber wir sind nach einem Rückstand zurückgekommen, das macht mich stolz. Die eine oder andere Chance hätten wir noch machen müssen. Unsere Leistung heute war richtig gut. Für uns waren es zwei verlorene Punkte.”

Zu den Ausschreitungen: “Als Fan sollte man sich von niemandem provozieren lassen. Unsere Fans sind toll, es gibt aber immer einzelne, die auszucken und einen Schwachsinn machen wie heute. Vielleicht können die Fans das untereinander bereinigen und diejenigen zur Verantwortung ziehen. Ich verurteile die Vorfälle enorm, aber nicht alle Fans. Es waren wahrscheinlich ein oder zwei oder drei Leute. Deshalb appelliere ich an die Fans: Sie sollen es selbst regeln. Es sind Einzelne, und die gehören weg.”

Thorsten Fink (Austria-Trainer): “Vom Fußballerischen her war es ein gutes Derby. Wir waren bis zum 1:1 sehr gut, der Ausgleich ist aber zu schnell gefallen. Dann war Rapid besser und hätte gewinnen können. Aber ich denke, das 1:1 war in Ordnung. Man hat gesehen, wenn wir genügend Personal haben, sind wir mit den Top-3 konkurrenzfähig. Für meine junge Mannschaft war es nicht einfach, vor so einer Kulisse zu spielen. Wir hätten lieber gewonnen, aber für einen Platz in der Europa League war es ein wichtiger Punkt. Wir haben heute beim selbsternannten Favoriten einen Punkt mitgenommen.”

Zu den Ausschreitungen: “Holzhauser hat sich vorbildlich verhalten. Es ist schade, dass die Fans so reagieren, dass es in Österreich noch so ist, dass man mit Schirmen geschützt werden muss. Ich hoffe, dass das einmal sanktioniert wird. Die Fans, die auf den Platz gelaufen sind, haben eine gute Kontersituation für uns unterbunden. Von unserer Seite waren keine Provokationen da.”

Dejan Ljubicic (Rapid-Torschütze): “Am Anfang haben wir sehr gut gespielt, aber nach dem Abbruch hatten wir eine Phase, in der es nicht so gut gelaufen ist.” Zu den Wurfgeschoßen auf Austria-Spieler: “Klar ist so etwas nicht in Ordnung, aber wenn Holzhauser den Eckball schnell ausführt, passiert nichts.”

Raphael Holzhauser (Austria-Kapitän): “Die können sich erlauben, was sie wollen, aber ich muss aufpassen, was ich sage. Vielleicht muss der Schiedsrichter so ein Spiel auch einmal abbrechen. Für mich ist das nicht normal. Aber dass ich abtrete, war kein Thema.”

Rene Eisner (Schiedsrichter): “Hätte Holzhauser mir gesagt, dass er nicht weiterspielen kann, hätte ich das Spiel abgebrochen. Bei den Zuschauern, die am Schluss auf den Rasen gelaufen sind, war keine Gefahr da, deshalb musste nicht abgebrochen werden.”

Rapid-Mediendirektor Peter Klinglmüller: “Die Vorkommnisse verurteilen wir auf das Allerschärfste. Das gefährdet die Gesundheit der Akteure auf dem Rasen und schadet am meisten dem eigenen Verein. Die Videoaufnahmen werden wir sehr genau studieren und dementsprechende Konsequenzen gegenüber Übeltätern ziehen.”

Dejan Ljubicic (Rapid-Torschütze): “Ich habe die Szene vor dem Eckball jetzt noch einmal im TV gesehen und möchte daher meine Aussage, dass nichts passiert wäre, wenn der Corner rascher ausgeführt worden wäre, mit Bedauern zurücknehmen.”

Markus Kraetschmer (AG-Vorstand Austria via Twitter unter dem Hashtag #stolzbeimrichtigenKlubzusein): “Gratulation an unser Team wie es heute auf diese Rahmenbedingungen reagiert hat! Vielleicht verstehen jetzt einige meine Aussagen aus dem Sommer nach dem Derby besser? Als CEO der Austria warte ich gespannt auf die Vorgangsweise des Strafsenats!”

APA/Red.

 

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