“Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein”: Vielseitiger Coaching-Trip in Buchform

Von Daniela Herger
Akt.:
"Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein" hat Katrin Zita eingehend beleuchtet
"Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein" hat Katrin Zita eingehend beleuchtet - © Goldegg Verlag / Ela Angerer
Derzeit ist ein Buch in aller Munde, das sich das Motto “weiblich, selbstbestimmt und erfüllt” auf die Fahnen geschrieben hat: “Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein” ist Bestandsaufnahme, Manifest, Motivationsschrift und Selbsthilfebuch in Einem. VIENNA.at hat es sich näher angesehen.

Die Rollen, die man als Frau zu spielen hat, sind bekanntlich äußerst vielfältig. Die perfekte Partnerin, Mutter und Kollegin soll man sein, tatkräftig jedes Problem anpacken, Kommunikationstalent beweisen, Karriere machen, und dabei aber bitte auch immer lieb und freundlich bleiben.

“Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein” von Coach Katrin Zita

Die laut Verlag “kreative Querdenkerin” Katrin Zita, tätig unter anderem als Coach und Autorin in Wien und Berlin, hat in ihrem aktuellen Buch “Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein” gängige Rollenklischees gesellschaftskritisch unter die Lupe genommen und zeigt Wege für Frauen auf, aus diesem Wirrwarr an Erwartungen und mentalen Altlasten heil herauszufinden.

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme und ein Manifest: “Wir Frauen und unsere Zukunft: Wir glücklichen Frauen dieser neuen Zeit”. Wie wir im Idealfall sein sollen, wird darin von Zita gründlich von allen Seiten beleuchtet – mit dem Nachsatz, wer all diese Ausführungen bereits lebe, dem gratuliere die Autorin von Herzen und der dürfe dieses Buch getrost zuschlagen. Die Gefahr besteht jedoch wohl bei den meisten von uns nicht, und wer weiterliest, wird peu à peu durch die Stolperfallen und Irrwege von Weiblichkeit, Selbstbestimmung und Erfüllung gelotst.

“Wir Frauen und unsere Weiblichkeit”

Zita räumt dabei unter anderem mit Missverständnissen gründlich auf, die jede Frau zur Genüge kennt, von “Eine Frau tut so etwas nicht!” bis hin zu “Frauen müssen immer nett sein”. Die Faszination des weiblichen Körpers wird in weiterer Folge genauer beleuchtet, erst der Weg vom Mädchen zur Frau, dann der weitere Lebensweg bis hin zu den Herausforderungen der Wechseljahre. Ein eigenes Kapitel widmet sich dabei “unseren zwei schönsten Wundern der Natur”: Brüsten in ihren zahlreichen Funktionen vom biologischen Urzweck des Stillens bis hin zu ihrem Einsatz als Waffen.

“Typisch weibliche” Qualitäten wie Verletzlichkeit und Verwundbarkeit werden beim Thema “Unsere Weiblichkeit” ebensowenig ausgelassen wie Frauen in der Politik und als Verführerin in verschiedensten Facetten: die Göttin, die Gefährtin, die Verführerin, die Abenteurerin und die Mutter.

Selbstbestimmung: Ein großes Thema im Buch

Die Möglichkeiten, die man als Frau in der westlichen Welt hat, und die daraus resultierenden notwendigen Entscheidungen sind so vielfältig wie überfordernd, wie Zita ausführt. Diese Qual der Wahl nimmt in “Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein” auch einigen Platz ein. Ob Single-Frau, Alleinerzieherin oder bewusst Kinderlose – all diese Lebenskonzepte sieht sich Zita in ihrem Buch näher an. Umfassende Kapitel werden den Themen Beruf und Finanzen gewidmet, und die Troubles auf der Suche nach dem richtigen Partner und im Alltag mit demselben kommen ebenfalls nicht zu kurz.

“Unsere Erfüllung” von A bis Z

Weiters ist ein A bis Z der besonderen Art in “Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein” enthalten. Von A wie “Wir Frauen und unsere Anerkennung” bis hin zu Z wie “Wir Frauen unserer neuen Zeit” geht die Reise im Buch. Stationen wie “Bad Girls” sind mit dabei – nicht nur am Beispiel von Charlotte Roche, sondern viel harmloser auch anhand einer Großmutter mit 20 Jahre jüngerem Freund oder im Grunde jeder Frau, die es wagt, das “N-Wort” zu benutzen – nämlich “Nein”. Die Conclusio: “Spüren Sie es selbst? Es ist großartig, mal nicht artig zu sein!”

Es gilt, unterwegs auf diesem “Coaching-Trip” die Freude an Dankbarkeit wiederzuentdecken, zu der wir allen Grund haben, Erotik und Koketterie zu leben, innige Beziehungen zu den Freundinnen unter die Lupe zu nehmen, sich das Genießen als Lustprinzip zu erlauben, sein Herz zu öffnen, seine Intuition zuzulassen und vieles mehr. Wie man kreativ aus dem Vollen schöpft, wie eine Löwin kämpft, Loslassen erlernt, Niederlagen in Erfolge verwandelt und Träumen Leben einhaucht – all das gehört zu dem wahren Füllhorn an Themen, zu denen Zita Kluges und Motivierendes zu sagen hat. Das zu lesen, rüttelt auf, gibt Hoffnung und macht Freude an so mancher Veränderung zum Guten hin.

Ein kämpferisches “Wir”, das Mut macht

Zugegeben: Vieles, was in dem Buch steht, ist nicht neu. Was Zitas Werk aber als originelle Herangehensweise von der Vielzahl ähnlicher Bücher dieser Art unterscheidet, ist das große “Wir” dahinter. Betont wird  in “Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein” durchwegs die Gemeinsamkeit, nicht das Trennende, das uns als Frauen Chancen eröffnet, das Leben zu unserer Zufriedenheit zu gestalten. Vom Status Quo über vorgeschlagene Strategien bis hin zum ersehnten Ziel – in “Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein” zeigt sich auf nahezu jeder Seite, dass Zita als Coach genau weiß, wovon sie spricht und wie sie motiviert. Als Leserin wird man ein Stück weit an der Hand genommen und erhält ebendiesen Expertinnenbeistand, der Mut macht, mit Rat und Tat ausgestattet ans (eigene Lebens-)Werk zu gehen. Mit der Message: “Du hast es in der Hand!”

Katrin Zita: “Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein. Weiblich, selbstbestimmt und erfüllt“, Goldegg Verlag, 232 Seiten, 19,95 Euro

(DHE)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen