Der Wiener Hausbetreuer ist der neue Hausmeister

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Hausbetreuer-Modell in Wien. Hausbetreuer-Modell in Wien. - © APA/Sujet
Den Hausmeister ansich gibt es bekanntlich nicht mehr. Dies liegt daran, dass das entsprechende Gesetz ersatzlos gestrichen wurde. Wien hat sich angesichts der fehlenden bundesweiten Regelung ein eigenes Modell geschaffen: Den Hausbetreuer.

Insgesamt 142 dieser neuen Hausmeister sind bereits in den Wiener Gemeindebauten beschäftigt, wie Wohnstadtrat Michael Ludwig (S) am Dienstag in der Bürgermeister-Pressekonferenz berichtete.

Den Mietern sollen wieder direkte Ansprechpartner zur Verfügung gestellt werden, begründete der Ressortchef die Initiative. Der Hausbetreuer ist gleichzeitig auch für die Wartung der betreffenden Anlage zuständig. Angestellt wird er überall dort, wo die Mehrheit der Mieter dies wünscht, wie Ludwig betonte.

Hausmeister-Alternative kommt in Wien gut an

Tatsächlich wird die Hausmeister-Alternative laut den aktuellen Zahlen offenbar gut angenommen: 142 sind es bisher insgesamt. Die Zahl der Neueinstellungen überstieg zuletzt laut Stadt die Zahl der Pensionierung “echter” Hausmeister. So sind im ersten Halbjahr 2012 insgesamt 50 Betreuer neu aufgenommen worden, 22 Hausbesorger sind heuer ausgeschieden. Im Vorjahr wurden 86 neue Hausbetreuer engagiert – bei 74 Pensionierungen.

Das Aufgabenfeld der Neo-Hausmeister unterscheidet sich nur in wenigen Punkten von jenem der klassischen Variante: Für sie galten vor allem spezielle Arbeitszeitregelungen. Der Hausmeister durfte bereits in der Nacht tätig werden – etwa um die Schneeräumung durchzuführen. Dafür werden nunmehr externe Firmen beauftragt. Auch über eine Dienstwohnung verfügt der Wiener Hausbetreuer nicht.

Wohnhausanlagen haben “Ordnungsberater”

Auch die “Ordnungsberater” sind seit einigen Jahren, konkret seit 2009, in den städtischen Wohnhausanlagen unterwegs. Sie überwachen die Einhaltung der Hausordnung und können Abmahnungen und sogar Strafmandate ausstellen bzw. Anzeigen erstatten. Die Hauptinterventionsgründe waren bisher herrenlose Einkaufswagen, unerlaubt gelagerter Sperrmüll sowie Hundstrümmerl-Delikte.

Laut Ludwig wurden heuer bisher 15 Ermahnungen ausgesprochen, 41 Organmandate ausgestellt und zwölf Anzeigen erstattet.

(APA)



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