Das Jahresprogramm der Albertina 2017: Schiele, Lassnig, Raffael in Wien

Das Programm der Albertina für 2017.
Das Programm der Albertina für 2017. - © APA
Kunst-Fans können sich auf das kommende Jahr freuen: Drei Großausstellungen zu Maria Lassnig, Egon Schiele und Raffael sind die Jahreshöhepunkte der Albertina 2017.

Diese drei Ausstellungen werden durch zahlreiche weitere Projekte ergänzt, die Direktor Klaus Albrecht Schröder am Freitag präsentierte.

Bevor mit der großen Schiele-Schau Ende Februar die erste der “für das Publikum außerordentlich attraktiven Ausstellungen” startet, widmet die Albertina anlässlich dessen 85. Geburtstags dem 2011 verstorbenen Künstler Markus Prachensky eine Hommage. Neben prominenten Arbeiten der eigenen Sammlung stehen von 18. Jänner bis zum 19. März auch noch nie gezeigte Werke aus dem Nachlass im Fokus. Eine Woche später, ab 25. Jänner, präsentiert man Albertina-Bestände der französischen Zeichnungen von Poussin bis David, insgesamt sind 70 Werke aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu sehen.

Egon Schiele zum 100. Todestag

Zum Auftakt des Gedenkens an seinen 100. Todestag im Jahr 2018 läutet die Albertina den Ausstellungsreigen zu Egon Schiele ein: Anhand von 180 Gouachen und Zeichnungen aus der Sammlung sowie hochkarätigen Leihgaben nähert man sich dem Mitbegründer des Expressionismus von 22. Februar bis 18. Juni. Neben dem Jubiläum bedarf es laut Schröder auch sonst “keiner Begründung, eine Schiele-Ausstellung zu machen. Es ist die Pflicht eines Hauses, alle zehn bis 15 Jahre eine Ausstellung aus den eigenen Beständen zu zeigen”.

In der dritten Präsentation der Albertina-Fotosammlung widmet man sich den vielfältigen Beziehungen zwischen den Menschen vor und hinter der Kamera: Ab 10. März sind in der Schau “Acting for the Camera” Werke von u.a. Will McBride, Anton Josef Trcka oder Cora Pongracz zu sehen. Ab dem 5. April folgt eine Würdigung von Eduard Angeli, der 1975 als jüngster Künstler im damaligen 20er Haus eine Retrospektive verzeichnete. Zu seinem 75. Geburtstag zeigt die Albertina rund 100 Gemälde und Grafiken in einer neuerlichen Retrospektive, die den Weg Angelis von 1967 bis in die Gegenwart nachzeichnet.

Weitere Highlights in Wien

Als sommerliches Highlight startet am 5. Mai die bis zum 27. August dauernde Schau zu Maria Lassnig, von der die Albertina einen umfangreichen Bestand besitzt. Besonders freut sich Schröder, auch erstmals Zugang zum Bestand der neu gegründeten Lassnig-Stiftung zu haben. Drei Jahre nach dem Tod der Malerin besteht somit die Möglichkeit, “bisher vollkommen unbekannte Werke” auszustellen.

Ein Österreich, wie es es laut Schröder “vielfach nicht mehr gibt”, offenbart sich den Besuchern der Schau “Österreichische Fotografie” (ab 14. Juni): Hier steht das Land im Fokus, wie es von Fotografen wie Lisl Ponger, Gottfried Bechtold oder Seiichi Furuya seit den 1970er Jahren gesehen wurde. Seine dann 18 Jahre währende Direktion feiert Schröder ab 14. Juni mit der Schau “New Acquisitions & Contemporary Art”, in der auch jüngere Neuerwerbungen, die bisher nicht gezeigt wurden, präsentiert werden.

Albertina mit breitem Programm

Im Herbst setzt man dann auf Pieter Bruegel den Älteren (ab 8. September) und schließlich Raffael (ab 29. September): Nur von Dürer und Schiele besitzt die Albertina mehr Hauptwerke als von Raffael, nämlich mehr als 60 Handzeichnungen, die den Ausgangspunkt der umfassenden Schau bilden, die das Werk von der frühen umbrischen Periode über die Jahre des Florenz-Aufenthalts bi zur römischen Zeit beleuchtet. Den Schlusspunkt bildet schließlich ab 25. Oktober mit Robert Frank ein Erneuerer der Street-Photography. Erfolgreich war das ablaufende Jahr für die Albertina, die damit rechnet, bis Ende Dezember rund 700.000 Besucher zu erreichen.

"Markus Prachensky. Eine Hommage"   18. Jänner bis 19. März         
"Poussin bis David. Französische    25. Jänner bis 25. April        
Zeichnungen der Albertina"                                          
"Egon Schiele"                      22. Februar bis 18. Juni        
"Acting for the Camera"             10. März bis 5. Juni            
"Eduard Angeli"                     5. April bis 25. Juni           
"Maria Lassnig"                     5. Mai bis 27. August"          
"Österreichische Fotografie nach    14. Juni bis 8. Oktober         
1970"                                                               
"New Acquisitions & Contemporary    14. Juni bis 8. Oktober         
Art"                                                                
"Pieter Bruegel der Ältere"         8. September bis 3. Dezember    
"Raffael"                           29. September bis 7. Jänner 2018
"Robert Frank"                      25. Oktober bis 21. Jänner 2018

(APA
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