Danube Day: Wie schön ist es an der blauen Donau wirklich?

Der jährliche Aktionstag soll auf den Schutz des Gebiets um die Donau aufmerksam machen.
Der jährliche Aktionstag soll auf den Schutz des Gebiets um die Donau aufmerksam machen. - © Christian Houdek / MA 45
Seit 1996 wird jährlich der Aktionstag “Danube Day” begangen. Die Veranstalter der Schutzaktion ziehen jetzt Bilanz und fragen: “Schöne blaue Donau?” In Wien gibt es während des Ferienspiels für Kinder die Möglichkeit, mehr über den Fluss zu lernen, der als Verkehrsweg und Ökosystem gleichermaßen wichtig ist.

Am 29. Juni 1996 wurde in Sofia das Donauschutzübereinkommen von zwölf Staaten inklusive Österreich unterzeichnet. An dieses Ereignis erinnert der jährlich an diesem Tag stattfindende “Danube Day”. Ziel war von Beginn an in erster Linie, der Bevölkerung den grenzüberschreitenden Lebensraum näher bringen. Heute bewohnen die 801.463 Quadratmeter große Einzugsfläche rund 81 Millionen Menschen, erfuhr man am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zur Bilanz des diesjährigen “Danube Day”.

Aktionen zum Danube Day

Der grenzüberschreitende Aktionstag will durch unzählige Veranstaltungen und Aktionen Zeichen setzen und Weichen stellen. Dabei sollen möglichst viele unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erreicht werden. Hierzulande sind für dieses Projekt Lebensministerium, Stadt Wien und die Wiener Wasserwerke verantwortlich, mit Unterstützung von Infrastrukturministerium und via donau. Der Alpenrepublik kommt diesbezüglich zur Zeit eine besondere Verantwortung zu, da Österreich den Vorsitz der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) innehat.

Donau als Verkehrsweg und Ökosystem wichtig für Wien

Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima verwies auf die Lebensqualität in Wien, zu der der insgesamt 2.857 Kilometer lange Fluss nicht unwesentlich beitrage. Ihre Lieblingsstelle sei ein “ruhiges Platzerl auf der Donauinsel”. “Die Donau ist nicht nur ein wichtiger Verkehrsweg, sondern auch ein einzigartiges Ökosystem”, betonte Infrastrukturministerin Doris Bures. Über 300 Vogelarten sind im Donauraum beheimatet; allein Österreich kommt auf rund 52 Fischarten. Einige von ihnen – wie etwa der Huchen, “Fisch des Jahres 2012”, sind allerdings gefährdet. Ihm gilt daher heuer in besonderer Schwerpunkt.

Beim Ferienspiel die Donau erkunden

Den Jüngsten wird in Wien noch am 6. und 9. Juli am Brigittenauer Sporn ein Abenteuerspiel rund um den Lebensraum Donau geboten: Beim wienXtra-ferienspiel können Kinder von sechs bis zehn Jahren “Negrellis verborgene Schätze” bei freiem Eintritt entdecken. Auf dem 64 Meter langen ehemaligen Donau-Steintransportschiff Schiff MS Negrelli werden nicht nur eine Ausstellung zur Donau und eine Sonderschau gezeigt, Besucher können auch innovative Objekte zum Flussgewässermonitoring kennen lernen, ein riesiges Donau-Puzzle zusammensetzen und sich vor einem Donaufisch fotografieren lassen. (APA)

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