“Cash Trapping”: Trio manipulierte 15 Bankomaten in Wien und Salzburg

Das Trio manipulierte Bankomaten mit "Cash Trapping"
Das Trio manipulierte Bankomaten mit "Cash Trapping" - © APA (Sujet)
Ein Männer-Trio trieb in Wien und Salzburg mit “Cash Trapping” ihr Unwesen: Die Täter klebten dazu in die Geldausgabeschlitze selbst gefertigte Aluminiumleisten, die auf der Rückseite mit Klebstoff oder Doppelklebeband versehen waren.

Die Polizei hat drei Männer verhaftet, die im Jänner und Februar 2015 in Salzburg und Wien in mindestens 15 Fällen mehrere Bankomaten manipuliert haben sollen. Hoben Bankkunden an den manipultierten Geräten Geld ab, blieben die Scheine daran kleben.

“Cash Trapping” in Wien

Nachdem die Kunden kein Geld bekamen und einen Fehler am Automaten annahmen, kehrten die Täter zurück und holten die Aluleisten samt Beute ab. Sie schlugen immer dann zu, wenn die Banken geschlossen hatten – an Abenden, Wochenenden oder Feiertagen. Die Möglichkeit einer direkten Rückfrage oder Fehlermeldung bei der Bank war für betroffene Kunden damit nicht möglich.

Trio wollte “Zubrot zum Betteln”

Zwei der Verdächtigen – ein 26-jähriger und ein 37-jähriger Rumäne – wurden von der Polizei dank der Bilder aus den Überwachungskameras erkannt. Einer der beiden leugnete die Beteiligung an den Straftaten und gab an, nur auf den Bildern zu sehen zu sein, weil er Geld in der Bank beheben wollte. Über ein Konto und eine Bankomatkarte verfügte der Mann allerdings nicht. Der zweite Rumäne zeigte sich hingegen geständig und belastete seinen Komplizen. Die Männer sagten gegenüber der Polizei aus, dass sie sich durch die Manipulation ein “leichtes Zubrot” zum Betteln verdienen wollten.

Erwischt bei Bankomat-Manipulation

Ein dritter Rumäne (22) wurde bereits im Jänner in Wien auf frischer Tat bei der Manipulation eines Bankomaten ertappt. Er soll auch mehrere Ladendiebstähle in Salzburg begangen haben. Alle drei Männer sitzen in U-Haft, die Fahndung nach einem möglichen vierten Verdächtigen läuft. Der inhaftierte 26-Jährige ist wie der flüchtiger Komplize bereits in Deutschland mit der gleichen Betrugsmasche in Erscheinung getreten. Zur Schadenssumme wollte die Polizei am Freitag “aus ermittlungstaktischen Gründen” keine Angaben machen.

(apa/red)

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