Café Neko: Zweiter Besuch nach einem halben Jahr im Wiener Katzencafé

Von Sarah van den Berg
Die Katzen im Café Neko lassen sich von den Gästen beim Mittagsschlaf nicht stören.
Die Katzen im Café Neko lassen sich von den Gästen beim Mittagsschlaf nicht stören. - © Vienna.at/ Sarah van den Berg
Seit etwas mehr als einem halben Jahr hat Wien ein Katzencafé nach japanischem Vorbild. VIENNA.AT hat Besitzerin Takako Ishimitsu noch einmal im Café Neko besucht. Sie ist erstaunt, wie positiv ihr Katzenkaffeehaus aufgenommen wurde, denn sie hatte mit mehr Kritik gerechnet.

Ein Kaffeehaus, in dem die Gäste auch Katzen streicheln und mit diesen auch spielen können – was in Japan seit Jahren in der Gastronomieszene vorhanden ist, war in Wien gar nicht so leicht umzusetzen. Zahlreiche Auflagen von Magistrat und Tierschutzhaus, aus dem die Katzen stammen, mussten erfüllt und das Gebäude komplett umgebaut werden. Aber der Aufwand habe sich auf jeden Fall gelohnt, so Takako Ishimitsu. Das Katzencafé sei mittlerweile weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt. Besonders im Sommer waren viele Touristen da und einige von ihnen berichteten sogar, dass sie sich erst für Wien als Reiseziel entschieden haben, nachdem sie in den Medien von dem Katzencafé gehört hatten.

Katzencafé wurde gut angenommen

Und nicht nur die Besucherzahlen zeigen, wie gut das Kaffeehaus angenommen wurde, auch das Feedback. Sie habe eigentlich damit gerechnet, dass ihr Projekt nicht bei allen gut ankommen würde, verrät die Besitzerin. Kritik wurde ihr gegenüber aber kaum geäußert, aber einige Beschwerden seien im Tierschutzhaus und in den zuständigen Magistratsabteilungen eingegangen, wie ihr berichtet wurde. „Letztendlich fühle ich mich sicher, weil die Auflagen für mein Katzencafé sehr streng waren und ich alle diese Auflagen erfülle“, so Ishimitsu. Kontrollen habe es im ersten halben Jahr viele gegeben, Beanstandungen jedoch keine. Die einzige Änderung, die durchgeführt werden musste: Das Fotografieren mit Blitzlicht wurde verboten.

Besucher würden die Katzen gerne adoptieren

Seit Anfang Mai sind es noch immer dieselben Katzen, die im Kaffeehaus wohnen. Und sie haben zahlreiche Fans gewonnen. Nicht selten gebe es Anfragen, ob man die Katzen adoptieren könne und zum Teil wurden auch schon hohe Geldsummen dafür geboten. Aber Takako Ishimitsu gibt ihre Katzen für kein Geld der Welt her: „Das sind meine Katzen, das geht nicht.“ Außerdem habe sie beobachtet, dass ihre Katzen mit der Situation im Café anscheinend sehr zufrieden sind. Sie seien glücklich und ihr Fell glänze stärker. Jede für sich hat einen eigenen Umgang mit den Besuchern gefunden. Sonia zum Beispiel, eine kleine schwarze Katze, mag es gar nicht, wenn Kleinkinder zu Gast sind. Sie verzieht sich dann in den Rückzugsraum. Moritz hingegen schläft gerne auf Stühlen und lässt sich dabei von den Besuchern kraulen. Auch wenn diese Katzen nicht adoptiert werden können, so gibt es mittlerweile immer wieder Aushänge im Café, wenn Pflegeplätze für andere Katzen gesucht werden.

Das Café Neko (1., Blumenstockgasse 5) hat täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Zu Besuch im Café Neko

 

(SVA)

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