Café Leopold schließt: Pachtvertrag mit Museum wird nicht verlängert

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Mit Jahresende schließt das Café Leopold.
Mit Jahresende schließt das Café Leopold. - © VIENNA.at
Mit Ende des Jahres wird das Café Leopold nach 15 Jahren seine Türen schließen.

Eine Institution im Wiener Museumsquartier und dennoch wird das Café Leopold nach 15 Jahren seine Türen Ende des Jahres schließen. Grund dafür sei der auslaufende Pachtvertrag mit dem Museum, der nicht verlängert wird.

Café Leopold schließt

“Ihr Lieben, wir sagen adieu. Nicht sofort, aber schon bald.” – So beginnt ein aktueller Facebook-Eintrag des Cafe Leopold im Wiener Museumsquartier. Der Pachtvertrag laufe aus und es gebe “keine Einigung für eine Verlängerung”. Beim Vermieter, dem Leopold Museum, bestätigte man auf APA-Anfrage, dass die Befristung noch bis Jahresende gelte. Das Lokal selbst werde aber jedenfalls bestehen bleiben.

“Der aktuelle Pachtvertrag wäre mit Ende dieses Monats ausgelaufen. Er wurde aber noch einmal bis Ende 2016 verlängert”, sagte Museumssprecher Klaus Pokorny der APA am Mittwoch. Derzeit läuft die Suche nach dem künftigen Betreiber. Konzepte wurden eingereicht, eine Entscheidung soll im Herbst fallen.

Pächter verwundert über Posting

Überraschend ist die Facebook-Nachricht des derzeitigen Pächters allerdings doch – denn: “Wir haben auch ihn eingeladen, sich zu bewerben, und er ist mit uns auch in Gespräche getreten.” Insofern sei man etwas “verwundert” über die Vorgangsweise. Denn da es noch keine Entscheidung gebe, sei noch völlig offen, ob nicht die Wahl sowieso auf den jetzigen Mieter falle, der das Cafe inklusive Nachtprogramm im etwas tiefer gelegenen Club seit der Eröffnung 2001 führt.

Die Frage, ob man per se auf der Suche nach einem neuen Konzept sei, verneinte Pokorny. Es gebe allerdings schon die Möglichkeit, dass sich optisch etwas ändere. Ausbaufähig sei jedenfalls das Tagesgeschäft in Kooperation mit dem Museum, da das Leopold in den vergangenen Jahren vor allem als Abend- und Nachtlocation präsent gewesen sei. Und nach 15 Jahren Betrieb gebe es doch einigen Investitionsbedarf.

Die Geschäftsführung des Cafes war vorerst nicht erreichbar. Auf Anfrage wurde der APA lediglich ausgerichtet, dass sowieso schon alles auf Facebook stehe.


(APA/Red)

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