Boom für Dating-Plattformen: Ein Viertel der Österreicher verliebt sich über das Internet

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Das Online-Dating hat sich längst auch in Österreich etabliert.
Das Online-Dating hat sich längst auch in Österreich etabliert. - © pixabay.com/Unsplash
Laut einer Umfrage hat das Internet das Fortgehen als Nummer eins der Kennenlern-Plattformen abgelöst. Auch Suchmaschinen werden bei der Partnersuche zu “Komplizen”.

Vor knapp 15 Jahren wurden Online-Partnerbörsen noch belächelt, doch mittlerweile hat ein Viertel der Österreicher die Liebe über das Internet gefunden, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. War es 2001 erst ein Prozent der Österreicher, die sich online verliebt haben, sind es 2016 bereits 25 Prozent. Früher haben sich die Paare meist beim Fortgehen, durch Freunde oder in der Arbeit kennengelernt.

2001 haben die 33 Prozent der Österreicher ihren Traumpartner beim Ausgehen gefunden, heute sind das nur noch 17 Prozent. Den ersten Platz als Kennenlern-Plattform belegt nun das Internet, das gilt genauso für Frauen (24 Prozent) wie für Männer (25 Prozent). 72 Prozent der Österreicher leben in einer Partnerschaft. 34 Prozent davon sind bereits mehr als 20 Jahre zusammen, am treuesten sind die Kärntner, die Salzburger und die Steirer. 57 Prozent der bestehenden Partnerschaften sind durch Online-Partnersuche entstanden, ergab die Umfrage unter 1.000 Österreichern des Meinungsforschungsinstitutes marketagent.com im Auftrag der Online-Partnerbörse parship.at.

Das schätzen die Menschen am Online-Dating

Die User der Online-Singlebörsen schätzen vor allem die Flexibilität der digitalen Partnersuche (72 Prozent). 62 Prozent freuen sich über eine größere Auswahl an potenziellen Partner, als man es als Nicht-Onliner zur Verfügung hätte. Aufgrund der Fragebögen, die bei Singlebörsen zunächst ausgefüllt werden müssen, wissen Interessierte schon im Vorhinein mehr über ihre Kontakte. 49 Prozent befürworten das. 43 Prozent sind darüber erfreut, dass es durch die Onlineplattformen mehr Dates gibt.

Dass man schon vorher viel über den potentiellen Partner weiß, schätzen vor allem die Jungen (54 Prozent der 18- bis 29-Jährigen). Viele machen sich auch daran, das Herzblatt auszuspionieren. Je jünger, desto eher werden die zukünftigen Partner gegoogelt. 46 Prozent der 18- bis 29-Jährigen befragen die Suchmaschine über die neue Liebe. Vor allem die Salzburger (42 Prozent), die Oberösterreicher (30 Prozent) und die Wiener (28 Prozent) machen “die Suchmaschine zu ihren Komplizen”, sagte Parship-Psychologin Caroline Erb im APA-Gespräch.

Digitale Liebeserklärungen auf dem Vormarsch

Darum sind viele stets online, bei fast einem Drittel (29 Prozent) ist das Handy immer dabei. Am ehesten legen die Österreicher im Schlafzimmer (46 Prozent) und beim Essen (44 Prozent) das Mobiltelefon weg. Vor allem die Kärntner (59 Prozent), die Salzburger (50 Prozent) und die Oberösterreicher (49 Prozent) legen den größten Wert auf ungestörte Zweisamkeit im Schlafzimmer. Urlaub ohne Handy machen am ehesten die Tiroler und die Vorarlberger (je 29 Prozent) sowie die Niederösterreicher und die Burgenländer (je 26 Prozent).

Auch wenn Liebeserklärungen immer noch persönlich überbracht werden (84 Prozent), wird auch gerne über Kurznachrichtendienste beziehungsweise Chats geflirtet (31 Prozent). Geturtelt wird zudem oft via SMS oder MMS (22 Prozent), aber auch telefonisch (23 Prozent). Vor allem jene Paare, die weniger als 15 Jahre liiert sind, kommunizieren deutlich öfter digital. Die meisten Online-Liebeserklärungen machen die Wiener, die Niederösterreicher und die Burgenländer (je 44 Prozent). Gestritten wird aber immer noch gerne im persönlichen Gespräch, sagten 86 Prozent der Befragten.

(APA, Red.)

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