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Blutbad bei "Batman"-Premiere: Amerika trauert um Opfer

Motiv des Schützen weiter rätselhaft - Verdächtiger gab sich bei Polizei als Bösewicht "Joker" aus. Motiv des Schützen weiter rätselhaft - Verdächtiger gab sich bei Polizei als Bösewicht "Joker" aus. - © EPA
Die USA sind geschockt: Nach dem Kino-Massaker mit zwölf Toten trauern die Menschen um die Opfer. Schon am Freitagabend kurz nach der Bluttat in Aurora im Bundesstaat Colorado versammelten sich Hunderte auf dem Parkplatz gegenüber dem Kino.

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Die Menschen stellten Kerzen auf und legten Briefe ab. Eine seit Wochen geplante Veranstaltung gegen Gewalt wurde so zu einer Gedenkfeier für die Opfer, berichtete die "Denver Post". Der schwer bewaffnete Amokschütze James Holmes hatte in einem Kinosaal wahllos um sich geschossen. Das Motiv des Schützen blieb zunächst rätselhaft.

Alle Flaggen auf Halbmast

Am Sonntagabend soll es eine weitere Gebetsandacht geben, wie örtliche Medien berichteten. Zuvor hatte US-Präsident Barack Obama angeordnet, die Flaggen an allen Bundesgebäuden auf Halbmast zu setzen. Das Verbrechen entfachte eine Debatte um die Waffengesetze.

"Als er nachlud, flüchteten wir"

Der 18 Jahre alte Oliver Robinson war im Kino bei der Premiere des Batman-Films "The Dark Knight Rises", als der Amokschütze das Feuer eröffnete. Er hatte Glück und saß in der Nähe des Ausgangs. "Wir suchten Deckung, bis er zu schießen aufhörte. Als er nachlud, flüchteten wir", sagte er der "Denver Post". Er mache sich Sorgen, ein Freund habe sich bis zum Freitagabend immer noch nicht gemeldet.

In zwei High Schools der Stadt bei Denver soll am Wochenende psychologische Unterstützung angeboten werden. Hingehen könne jeder, der diese Hilfe benötige, hatten die Behörden mitgeteilt.

Motiv immer noch unklar

Derweil rätselt die Polizei über das Motiv des Täters. Offensichtlich hatte der 24 Jahre alte Holmes seine Tat von langer Hand vorbereitet. Nach Angaben des US-Senders CNN hatte er Waffen und massenhaft Munition in den vergangenen Monaten legal erworben. Am 2. Juli kaufte Holmes online eine Kampfweste und andere Ausrüstung.

Schütze gab sich als "Joker" aus

Der Todesschütze hatte sich Medienberichten zufolge die Haare rot gefärbt und sagte bei einer Vernehmung mit der Polizei aus, er sei der Batman-Bösewicht "Der Joker". Wie der Bewaffnete in das Kino kommen konnte, sei noch unklar, teilte die Polizei mit. Der 24-Jährige sollte am Montag den Richtern vorgeführt werden.

Laut CNN sollten vermutlich am Samstag die Sicherungsarbeiten in der Wohnung des Attentäters weitergehen, das Appartement ist voller Sprengfallen. Es könnte Tage dauern, bis die Experten sich Zutritt verschaffen können, sagte Auroras Polizeichef Dan Oates. Man habe Hilfe von den Bundesbehörden angefordert.

Elf Verletzte in kritischem Zustand

Der 24-Jährige hatte in der Nacht auf Freitag in der Mitternachtspremiere des Batman-Films aus mehreren Waffen das Feuer auf die Kinobesucher eröffnete. zwölf Menschen starben, 58 wurden verletzt. Der Zustand von elf der Verletzten war nach Angaben des Gouverneurs von Colorado, John Hickenlooper am Freitagabend noch kritisch. Der Täter wurde festgenommen.

Appell für verschärfte Waffengesetze

Angesichts des bei der Tat benutzten Waffenarsenals appellierte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg an Präsident Barack Obama und dessen republikanischen Herausforderer, Mitt Romney, die Waffengesetze zu verschärfen. Obama und Romney verzichteten am Freitag wegen des Massakers auf geplante Wahlkampfreden und gedachten stattdessen der Opfer.

Die Sicherheitsvorkehrungen in US-Kinos wurden nach der Tat erhöht. Auch zum Batman-Filmstart in Deutschland werden verstärkte Sicherheitsmaßnahmen erwartet.

(APA)



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