9. Oktober 2012 18:36; Akt.: 9.10.2012 18:36

Bevölkerungszuwachs: Wien kratzt ab 2030 an der zwei Millionen-Einwohner-Grenze

Wiens Bevölkerung wird bis 2030 erheblich zunehmen Wiens Bevölkerung wird bis 2030 erheblich zunehmen - © Bilderbox (Sujet)
Am Dienstag veröffentlichte die Statistik Austria aktuelle Zahlen, in denen ein starkes Bevölkerungswachstum für die Bundeshauptstadt prognostiziert wurde. Wien dominiert bis 2060 beim Bevölkerungswachstum in Österreich. Ursache dafür ist die wachsende Zuwanderung.

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Das starke Bevölkerungswachstum, das die Statistik Austria nun prognostiziert hat, findet seinen Motor in der Bundeshauptstadt Wien. Hier wächst die Bevölkerung von 1,72 Mio. (2011) bis 2030 auf 1,97 Mio. (plus 15 Prozent).

Bevölkerung wächst in Wien wegen Zuwanderung

In der ersten Hälfte der 2030er-Jahre wird die Bevölkerungszahl laut dieser Prognose zwei Millionen überschreiten und 2060 mit 2,19 Mio. um 27,3 Prozent höher sein als 2011. Der österreichweite Anstieg soll bis dahin 11,4 Prozent betragen. Der einzige Minus-Kandidat bei den Bundesländern ist Kärnten, wo bis 2060 ein Absinken von acht Prozent prognostiziert wird.

Grund für die Prognose für Wien ist laut den Angaben die Zuwanderung, denn rund 39 Prozent der Immigranten siedeln sich in der Bundeshauptstadt an. Was die Altersstruktur in der Bevölkerung betrifft, kann sich Wien ebenfalls vom bundesweiten Durchschnitt absetzen. So soll 2060 etwa bei der “65+”-Generation dann einen Anteil von 23,2 Prozent halten, österreichweit werden da dann 28,9 Prozent erwartet, für Kärnten 34 Prozent. Auch Niederösterreich soll infolge der Zuwanderung weiter stark an Bevölkerung gewinnen und von 1,61 Mio. (2011) bis 2060 um 17 Prozent auf 1,88 Mio. anwachsen und somit das langfristig zweithöchste Bevölkerungswachstum aller Bundesländer erzielen.

Sinkende Zahlen in Kärnten

Das einzige Bundesland, dem entgegen dem Trend ein Bevölkerungsschwund ins Haus steht, ist Kärnten. Dort kann laut Statistik Austria die internationale Zuwanderung die Binnenwanderungsverluste und die negativen Geburtenbilanzen nicht kompensieren: Bis 2060 sinkt die Bevölkerung um 8,5 Prozent, sie wird dann 511.000 gegenüber 558.000 im Jahr 2011 betragen.

Ziemlich im österreichweiten Schnitt sind hingegen das Burgenland (plus zwölf Prozent) und Vorarlberg (plus elf Prozent) angesiedelt. Einen relativ ähnlichen Verlauf machen die vier verbleibenden Bundesländer von 2011 bis 2060 durch, da hier jeweils Anstiege mit anschließend eintretenden Abschwüngen bei der Bevölkerung prognostiziert wurden. Salzburg dürfte dabei ab Mitte der 2020er-Jahre mehr Einwohner als Kärnten zählen und somit zum bevölkerungsmäßig sechstgrößten Bundesland aufsteigen und bis 2060 einen Zuwachs von 4,4 Prozent verzeichnen.

Prognose für die übrigen Bundesländer

In Oberösterreich und in Tirol wird bis 2060 mit 1,51 Mio. bzw. 761.000 Einwohnern ein Zuwachs von rund sieben Prozent erwartet. Den geringsten Zuwachs erwartet die Steiermark. Hier steigt bis bis 2030 die Einwohnerzahl von derzeit 1,21 Mio. auf 1,24 Mio. und erreicht im Jahr 2043 mit 1,25 Mio. (plus drei Prozent ) ihr Maximum. Bis 2060 sinkt die Einwohnerzahl der Steiermark wiederum leicht auf 1,23 Mio. ab, was aber noch einen Gesamtzuwachs von 1,6 Prozent bedeuten sollte.

(apa/red)



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