Austrian Bowl XXV: Der 12. Mann trug Violett

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Vikings-Fans zeigten sich von ihrer besten Seite
Vikings-Fans zeigten sich von ihrer besten Seite - © Michael Zauner
Die Austrian Bowl XXV ist Geschichte. Die Raiffeisen Vikings besiegten überraschend die Turek Graz Giants in Graz. Vienna Online warf einen Blick auf die Tribüne, wo die Violetten ähnlich überzeugend agierten wie auf dem Feld.

Nach dem Auswärtssieg der Vikings im Halbfinale der AFL gegen die Swarco Raiders hatten sich Fans in den folgenden Tagen zusammengeschlossen und in Windeseile Fanbusse und Fahrgemeinschaften organisiert, um ihr Team im Finale gegen den Erzrivalen Graz Giants bestmöglich zu unterstützen.

Etwa 400 Fans der Violetten fanden den Weg in die steirische Hauptstadt. „Wir haben keine Mühen gescheut, um unsere Mannschaft bestmöglich zu unterstützen und so viele Fans wie möglich nach Graz zu bekommen. Wir haben einige Dinge organisiert, wie zum Beispiel den Wikingerkopf gut 10 Meter groß über der Tribüne aufzuspannen, um dem Team die Fanpräsenz zu zeigen. Und die Mühe hat sich bezahlt gemacht. Wir haben den zehnten Titel gewonnen und mit den Giants gleichgezogen“, freut sich Mario Dittrich von den Beerleadern, einem der Fanklubs der Vikings.

War die Austrian Bowl ein Heimspiel für die Vikings?
Die meisten Spieler waren sich nach dem Spielschluss einig. Akustisch haben die Vikings-Fans wieder einmal ihren Ruf als lautstärkste Auswärtsfans in Europa eindrucksvoll bewiesen. „Unglaublich wie laut und präsent unsere Fans waren. Sie standen heuer in sehr schlechten Zeiten zu uns und haben uns die Treue gehalten“, stellt Vikings Präsident Karl Wurm im Gespräch mit Thomas Muck fest. Eine Feststellung, die von anderen Spielern und auch Journalisten geteilt wurde. Viele gingen in ihrer Einschätzung sogar so weit, dass sie phasenweise von einem Heimspiel für die Raiffeisen Vikings sprachen.

Alles in allem war die Stimmung im Eggenberger Stadion ausgelassen und laut, aber sehr friedlich. Nach dem Spiel trafen sich Fans und Spieler am Gelände des Stadions, um über das Spiel zu philosophieren und zu feiern. Es ist ein wesentliches Element dieses Sports, dass zwischen den einzelnen Teams keine aggressiven Fanrivalitäten herrschen und nach dem Spiel gemeinsam gefeiert wird. So gibt es vier spektakuläre Viertel auf dem Spielfeld. Das „fünfte Viertel“ nach dem Spielende wird von gemeinsamem Sportsgeist dominiert. Ein fast unbekannter Aspekt der rauen Sportart American Football.

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