Austria Wien verteidigte gegen Red Bull Salzburg dank Friesenbichler Tabellenführung

Paulo Miranda (R/Salzburg) und Teamkollegen jubeln über das Tor zum 1:0 während der tipico-Bundesliga-Begegnung zwischen FK Austria Wien und Red Bull Salzburg am Samstag
Paulo Miranda (R/Salzburg) und Teamkollegen jubeln über das Tor zum 1:0 während der tipico-Bundesliga-Begegnung zwischen FK Austria Wien und Red Bull Salzburg am Samstag - © APA/HERBERT NEUBAUER
Die Wiener Austria hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga am Samstag im direkten Duell mit Verfolger Red Bull Salzburg verteidigt. Dank des eingewechselten Kevin Friesenbichler (80.) kamen die Wiener zu einem Unentschieden.

In der 15. Runde vor eigenem Publikum erreichten die Veilchen ein leistungsgerechtes 1:1-(0:1)-Remis. Die Austria ist damit schon acht Pflichtspiele in Serie unbesiegt.

Spannendes Bundesliga-Spiel

Die “Bullen” hatten in einer überaus flotten und hitzigen Partie zwar mehr Chancen und gingen in der ersten Hälfte durch einen Kopfball-Treffer von Paulo Miranda (24.) in Führung. Die Austria investierte aber ihrerseits enorm viel und hatte am Ende sogar mehr Ballbesitz als der Gegner. So ging das Unentschieden am Ende durchaus in Ordnung. In der Tabelle liegen die Violetten weiter drei Punkte vor dem Titelverteidiger.

Beide Mannschaften begannen fast in der momentanen Bestbesetzung. Bei den Hausherren spielte Osman Hadzikic wieder anstelle des verletzten Robert Almer im Tor. Für den kurzfristig erkrankten Fabian Koch agierte der Spanier David de Paula als Rechtsverteidiger. Bei Salzburg bekam Innenverteidiger Martin Hinteregger von Trainer Peter Zeidler offenbar aus Motivationsgründen eine Pause verordnet, für den Teamspieler begann Duje Caleta-Car.

Austria kämpfte gegen Offensive

In der Anfangsphase war die Austria überwiegend damit beschäftigt, den Offensivschwung der Gäste abzufangen. Nach vorne setze man auf blitzschnelles Umschaltspiel – was sich in der 6. Minute um ein Haar bezahlt gemacht hätte. Doch Olarenwaju Kayode setzte den Ball nach Kehat-Steilpass alleine vor Alexander Walke neben das Tor – es hätte 1:0 stehen müssen.

An der Charakteristik des Spiels änderte das aber nichts. Salzburg dominierte, tat sich allerdings schwer, zwingende Möglichkeiten herauszuspielen. Für die Violetten scheiterte Philipp Zulechner mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (17.). In der 24. Minute bekam Salzburg einen Freistoß zugesprochen. Benno Schmitz schlug den Ball in die Strafraummitte, wo Miranda, der zuvor bei der Kayode-Chance den Ball verpasst hatte, mit dem Kopf zu Stelle war.

Markante Szene im Spiel Austria gegen Salzburg

Jonatan Soriano hätte wenig später beinahe nachgelegt, sein Distanzschuss ging aber nur an die Latte (30.). Die Austria erholte sich nach etwa zehn Minuten. Es folgte eine weitere markante Szene, wurde doch Kayode im Strafraum von Walke niedergerannt. Statt Elfmeter blieb die Pfeife von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer in der 36. Minute aber stumm – wohl auch, weil Kayode unmittelbar davor zu leicht zu Boden gegangen war.

Der schnelle Austria-Stürmer bereitete der Salzburg-Defensive in einer jetzt aufgeladenen Atmosphäre massive Probleme, verstolperte aber oft mit dem Ball oder stand im Abseits. So hatte Salzburg die beste Chance in dieser Phase, als Hadzikic einen Soriano-Freistoß aus der Ecke fischte und Minamino beim Nachschuss Abseits war (42.).

Attraktives 1:1 am Verteilerkreis

Der junge Goalie konnte sich auch in der 60. Minute bei einem Soriano-Schuss mit einem starken Reflex auszeichnen. Ein Zeichen dafür, dass die Partie nun hin und her schwankte. Die Austria betrieb einen enormen Aufwand, um den Ausgleich zu erzielen, präsentierte sich nach vorne weiter zu harmlos. In der 70. Minute traf Minamino aufseiten von Salzburg das Lattenkreuz – der zweite Aluminiumtreffer für die Salzburger.

Die Wende für die Austria brachte “Superjoker” Friesenbichler neun Minuten nach seiner Einwechslung. Nach einer Kehat-Verlängerung per Kopf lief der 21-Jährige in den Strafraum und jagte den Ball aus halblinker Position unter die Querlatte. Das zweite Saisontor des Leihspielers war fast eine Kopie des Derby-Tores gegen Rapid. Am Ende schien bei beiden Mannschaften die Kräfte nachzulassen, es blieb bei der Punkteteilung – in der Bundesliga schon die dritte in Folge zwischen den beiden Spitzenteams.

Eindrücke vom Spiel finden Sie hier.

(apa/red)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen