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Atomkraftwerk Doel in Belgien: Riss in Reaktorbehälter

Ein Reaktorblock im Atomkraftwerk Doel in belgien wurde stillgelegt. Ein Reaktorblock im Atomkraftwerk Doel in belgien wurde stillgelegt. - © Wikipedia/Commons Woodwalker
Ein neu entdeckter Riss in der Stahlkonstruktion des Reaktorbehälters im Atomkraftwerk Doel bei Antwerpen hat in Belgien die Diskussion über den Atomausstieg neu angeheizt. Ein Atomreaktor wurde stillgelegt.

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Wie die Brüsseler Tageszeitung "Le Soir" am Donnerstag berichtete, wurde der 20 Millimeter große Riss bei einer jährlichen Überprüfung festgestellt. Es gebe Zweifel bezüglich der Reparatur, weil der Hersteller des Reaktorbehälters - eine niederländische Firma - in den 80er Jahren vom Markt verschwunden sei.B

Derselbe Reaktorbehälter ist auch beim Atomkraftwerk Tihange bei Lüttich im Einsatz. "Im schlimmsten Fall besteht das Risiko, dass Doel 3 und Tihange 2 für die Energieproduktion in Belgien verloren gehen", zitierte die Zeitung aus einem internen Bericht der belgischen Nuklearsicherheitsbehörde AFCN. Der Betreiber Electrabel müsse nunmehr nachweisen, "dass die Anomalien kein Problem für die Unversehrtheit des Reaktors darstellen, in Situationen von normalem Druck genauso wie bei hohem Druck, der im Fall eines Unfalls eintreten würde."

Riss in Reaktorbehälter: "Keine Gefahr"

Die für Fragen der Atomsicherheit zuständige belgische Innenministerin Joelle Milquet betonte nach Angaben der Zeitung, es bestehe weder Gefahr für die Bevölkerung noch für die Arbeiter in dem Kraftwerk. Milquet betonte zugleich, sie werde "extrem wachsam" bleiben, was die weiteren Analysen betreffe, die derzeit durchgeführt werden.

Im Rahmen der EU-"Stresstests", die im Gefolge des Super-GAUS im japanischen Fukushima 2011 beschlossen wurden, seien noch nicht alle Reaktoren an Ort und Stelle überprüft worden, sagte die Sprecherin. Dies werde noch im Sommer geschehen. Die ursprünglich für Juni erwarteten Ergebnisse der "Stresstests" würden sich dadurch aber weiter verzögern.

(APA)



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