Anti-Tierversuchs-Perfomance am Stephansplatz: Blutiger Tierversuch an einem Menschen

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Die Tierschützer zeigten mit einer Performance am Stephansplatz Tierleid auf
Die Tierschützer zeigten mit einer Performance am Stephansplatz Tierleid auf - © VIENNA.AT/Alexander Blach
Am Freitagvormittag war auf dem Wiener Stephansplatz eine schockierende Live-Performance zu sehen, die von den Tierschützern des VGT veranstaltet wurde. Um auf Tierleid durch Tierversuche aufmerksam zu machen, wurde am belebtesten Platz in Wien ein solcher Versuch an einem Menschen demonstriert.

Schockierende Szenen spielten sich am Freitag ab 11:00 Uhr am Stephansplatz in der Wiener Innenstadt ab. Ein Mann in hautfarbener Kleidung saß als “menschliches Versuchskaninchen” in einem Laborkäfig.

Gräßlicher “Tierversuch” am Stephansplatz

WissenschaftlerInnen zogen zunächst den “menschlichen Primaten” aus seinem Gefängnis und fesselten ihn an den Operationstisch. Anschließend wurde ihm eine Infusion gegeben, er wurde lebend mit einem Skalpell aufgeschnitten, es wurden Spritzen verabreicht, Testsubstanzen in Magen und Augen gepresst sowie auf die Haut aufgetragen und Blut abgenommen.

Vor einem entsetzten Publikum brachen die TierexperimentatorInnen dem Versuchsprimaten dann das Genick, stopften ihn in einen Müllsack und warfen ihn unter andere Müllsäcke, die mit toten Kaninchen aus österreichischen Versuchslabors gefüllt waren. Die gesamte Aktion wurde live im Internet übertragen.

Das Anliegen der Tierschützer

Worum genau es den Tierschützern ging, ließen sie in mehreren Aussendungen wissen – die Regierung wolle Tierversuche vor der Öffentlichkeit verbergen. “Am 28. November wird die Regierungsvorlage zum neuen Tierversuchsgesetz im Wissenschaftsausschuss des Parlaments diskutiert und abgestimmt. Dieser Gesetzesentwurf enthält nach Wunsch des Wissenschaftsministeriums explizit das Verbot, das Ausmaß des Leids der Versuchstiere zu veröffentlichen, obwohl die entsprechende EU-Richtlinie Österreich verpflichtet, u.a. den “Schaden” jedes einzelnen Tierversuchs auf einer eigenen Webseite anzugeben.” hieß es dort. Es bedürfe, so der VGT, schon einer gehörigen Portion Einfalt oder Bösartigkeit, den Schaden eines Tierversuchs nicht am Leid der betroffenen Versuchstiere zu messen.

VGT-Obmann Martin Balluch nahm den Tierversuch selbst vor, “Die Szene heute war tatsächlich grauenhaft, das Publikum war entsetzt. Genauso entsetzt, wie die Bevölkerung wäre, wüsste sie, was hinter verschlossenen Tierversuchstüren tagtäglich passiert! Wir fordern daher jetzt zusammen mit 78% der Menschen in Österreich, dass jeder Versuchsablauf veröffentlicht werden muss. Diese Nachbesserung der Regierungsvorlage zum Tierversuchsgesetz ist noch möglich, wenn die SPÖ das zulässt,” so Balluch zu den Forderungen in Sachen Tierversuche.

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