26. Oktober 2011 15:23; Akt.: 27.10.2011 10:35

Amy Winehouse starb an einer Alkoholvergiftung

Amy Winehouse in besseren Tagen. Amy Winehouse in besseren Tagen. - © APA/Matt Dunham
Das Rätsel um den Tod von Amy Winehouse ist gelöst: Die Sängerin starb an einer Alkoholvergiftung.

alt Korrekturen melden

Am Tag ihres Todes im vergangenen Juli habe die 27-Jährige 4,16 Promille im Blut gehabt, erklärte Untersuchungsrichterin Suzanne Greenway am Mittwoch in London. Winehouse’ Tod war demnach ein “Unglücksfall”. Ihr “plötzlicher und unerwarteter Tod” sei die “nicht beabsichtigte Konsequenz” ihres Alkoholkonsums gewesen, sagte Greenway. Winehouse’ Eltern hörten im Gerichtssaal unter Tränen zu.

Keine illegalen Substanzen

Die Sängerin war am 23. Juli tot in ihrer Wohnung im Norden Londons aufgefunden worden. Weil sie seit vielen Jahren gegen Drogen- und Alkoholprobleme kämpfte, war die Vermutung aufgekommen, sie sei an einer Überdosis gestorben. Eine Obduktion und toxikologische Untersuchungen hatten jedoch zunächst keine eindeutigen Ergebnisse gebracht, deswegen gab es die gerichtliche Untersuchung. Es kam allerdings heraus, dass keine illegalen Substanzen in ihrem Körper waren.

Während der Anhörung in London, bei der unter anderem ihre langjährige Ärztin sowie Gerichtsmediziner zu Wort kamen, stellte sich heraus, dass Winehouse etwa seit Ende 2008 keine Drogen mehr genommen hatte. Bei ihrem Alkoholkonsum wechselten sich Zeiten vollständiger Abstinenz mit heftigen Trinkgelagen ab. Vor dem 20. Juli habe sie zwei bis drei Wochen nichts getrunken. Auch habe sie Medikamente gegen die Folgen des Alkoholentzugs sowie gegen Angstzustände genommen.

Drei leere Wodka-Flaschen gefunden

In Winehouse’ Zimmer wurden drei leere Flaschen Wodka gefunden, zwei große und eine kleinere, berichtete die Polizei. Auch detailliertere Ergebnisse der Obduktion wurden vorgestellt. Danach waren trotz des Jahrelangen Alkohol- und Drogenmissbrauchs alle wichtigen Organe in Winehouse’ Körper in “gutem Zustand”, darunter auch die Leber und das Herz.

Winehouse’ Ärztin, Christina Romete, sagte, sie habe die junge Frau jahrelang gewarnt, dass sie nicht weitermachen könne wie bisher. Sie habe sie über einen langen Zeitraum sowohl schriftlich als auch mündlich aufgeklärt, welche Folgen ihr Alkoholkonsum auf ihre Psyche, ihr Herz und ihre Leber sowie auch auf ihre Fruchtbarkeit haben könne. Noch am Abend ihres Todes war Romete bei ihr gewesen. Zwar habe sie da leicht angetrunken gewirkt, aber durchaus gefestigt. “Sie hatte ihren Kopf und war entschlossen, alles auf ihre eigene Art und Weise zu tun”, sagte Romete.

Am Abend ihres Todes habe Winehouse ihr gesagt, sie wisse zwar nicht, ob sie aufhören könne, zu trinken. Sie wolle aber nicht sterben. “Sie freute sich auf die Zukunft”, sagte die Ärztin.



Kommentare 0

Neuen Kommentar schreiben

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig

Mehr auf vienna.at
Sänger und Komponist Georges Moustaki gestorben
Der mit Liedern wie "Milord" und "Le Meteque" berühmt gewordene französische Sänger und Komponist Georges Moustaki [...] mehr »
Prinz-von-Asturien-Preis an Fotografin Leibovitz
Die amerikanische Star-Fotografin Annie Leibovitz erhält den angesehenen spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der [...] mehr »
Helnweins große Retrospektive in Wiener Albertina
Am Freitag eröffnet in der Wiener Albertina eine große Retrospektive zu Gottfried Helnwein. Der Österreicher, der [...] mehr »
Wiens Gratisbuch 2013: T.C. Boyles “America” bei “Eine Stadt Ein Buch”
Das Gratisbuch der Stadt Wien stammt heuer von US-Autor T.C. Boyle. "America" - im Original "The Tortilla Curtain" - [...] mehr »
Brechts “Mahagonny” in Grazer Oper bunt lackiert
Ein Campingplatz mit Vergnügungen aller Art ist in der Grazer Oper der Schauplatz für "Aufstieg und Fall der Stadt [...] mehr »
Mehr Meldungen »

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung