Alles rund um die “Volkskrankheit Schmerz” beim 10. Wiener Schmerztag im Rathaus

Viele Menschen leiden an Migräne.
Viele Menschen leiden an Migräne. - © Caleb Woods on Unsplash
Kopf-, Rücken-, Nerven- oder Schulterschmerzen: Beim 10. Wiener Schmerztag im Rathaus dreht sich einen Tag lang alles um die “Volkskrankheit Schmerz”. Bei freiem Eintritt erfahren Interessierte und Betroffene Nützliches zur Schmerzprävention, der vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Bei manchen sind es Schmerzen im Knie, bei manchen Schmerzen in Hüfte oder Schulter. Chronische Schmerzen haben viele Gesichter und Ursachen – jeder Schmerz ist anders. Der interaktive Informationstag für Betroffene und Interessierte im Wiener Rathaus am Freitag, den 9. März 2018 steht ganz im Zeichen der Schmerzprävention, der vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Freier Eintritt beim 10. Wiener Schmerztag im Rathaus

Namhafte Experten geben im Festsaal von 10.00 bis 18.00 Uhr Empfehlungen, Rat und Hilfe zu den persönlichen Anliegen – und das bei freiem Eintritt. Die Themenpalette reicht von neuen Therapieansätzen bis hin zu komplementären Möglichkeiten. So erfahren Besucher, wie chronische Schmerzen entstehen und erhalten wertvolle Tipps und Informationen, wie sie diese in den Griff bekommen. Nach jedem Vortrag beantworten die Experten auch gerne individuelle Fragen.

Folgende Themen stehen unter anderem beim 10. Wiener Schmerztag im Fokus:

  • Akupunktur
  • Augenschmerz
  • Blasenschmerz
  • Cannabinoide
  • Gürtelrose
  • Hüftprothesen
  • Nervenschmerz
  • Rheumatischen Erkrankungen
  • Schutz vor Krankenhauskeimen
  • Schulterschmerz
  • Kreuzschmerz
  • Qi Gong
  • Migräne & Kopfschmerz

Vortrag zum Thema “Migräne ist nicht gleich Kopfschmerz”

Kopfschmerz ist nicht nur eines der meistverbreiteten Leiden in der Allgemeinbevölkerung, er stellt auch ein häufiges Problem im Kindes- und Jugendalter dar. 60 bis 80 Prozent der Kinder haben bereits mindestens einmal in ihrem Leben Kopfschmerzen gehabt. Eine besondere Belastung für die jungen Patienten und ihre Eltern stellt die Migräne, eine eigenständige Form des Kopfschmerzes, dar.

Univ.-Doz. Dr. Franz Riederer, stationsführender Oberarzt und Leiter der Kopfschmerzambulanz im Krankenhaus Hietzing mit neurologischem Zentrum Rosenhügel: “Migräne ist eine Erkrankung mit wiederkehrenden, mittelstarken bis starken Kopfschmerzen, die mehrere Stunden andauern und meist halbseitig auftreten. Die Migräneschmerzen gehen außerdem mit Übelkeit, Erbrechen und einer Überempfindlichkeit gegenüber Bewegungen, Licht und Lärm einher. Bei der Migräne läuft im Gehirn eine neurovaskuläre Entzündungsreaktion ab – eine Entzündung der Gefäß- Nervenendigungen im Gehirn, ohne dass eine Infektion durch einen Virus oder ein Bakterium vorliegt.” Die Betroffenen ziehen sich in der Regel zurück und sind in vielen Fällen nicht arbeitsfähig.

Migräne tritt familiär gehäuft auf: Bei der Mehrzahl der Patienten leidet auch ein Elternteil bereits an Migräne. Diagnostiziert wird die Migräne durch ein ausführliches Anamnese-Gespräch mit dem Betroffenen und eine neurologische Untersuchung.

Univ.-Doz. Dr. Franz Riederer hält am 10. Wiener Schmerztag um 15.20 Uhr einen Vortrag zum Thema “Migräne ist nicht gleich Kopfschmerz” und beantwortet Fragen der Besucher.

>> Weitere Informationen zum Programm des Schmerztages finden Sie auf der Website

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