650 Jahre Uni Wien: Internationale Ruderregatta auf Neuer Donau

Sprintrennen mit Uni-Spitzenteams aus ganz Europa
Sprintrennen mit Uni-Spitzenteams aus ganz Europa - © APA
Ihr 650-Jahr-Jubiläum feiert die Universität Wien unter anderem mit einer internationalen Universitäts-Ruderregatta auf der Neuen Donau. Am Freitagabend gehen dabei unter anderem Teams aus Cambridge, Aachen und Zagreb bei einem 350-Meter-Sprintwettbewerb der Bootsklasse Achter mit Steuermann ins Rennen. Am Start sind auch zahlreiche WM-, EM-, Olympia- und Weltcup-Teilnehmer.

“Wir haben versucht, die Creme de la Creme der Universitätsmannschaften zu bekommen”, sagte der Koordinator der Veranstaltung und Trainer des Teams der Uni Wien, Philipp Kornfeind, zur APA. So schickt etwa die Uni Cambridge ihre “Kampfmannschaft”, ebenfalls mit dabei ist die Uni Aachen – für Kornfeind der Top-Favorit. An Bord dieses Achters seien vermutlich sechs Teilnehmer mit Weltcup-, WM-, EM- oder Olympia-Erfahrung. Wegen eines Rennens in London abgesagt hat dagegen der traditionelle Rivale von Cambridge, die Universität Oxford.

650 Jahre Uni Wien: Internationale Regatta mit Team aus Cambridge

Ebenfalls in Wien sein wird Alexander Leichter, der heuer als erster Österreicher für Cambridge am legendären “Boat Race” gegen Oxford teilnahm. Allerdings sei noch unklar, ob er tatsächlich auch bei der Uni-Regatta mitrudert, so Kornfeind. Am gleichen Wochenende stehe auch ein Wettkampf des Nationalteams am Programm: “Das geht natürlich vor.” Über den Einsatz Leichters entscheide der Nationaltrainer.

“Vienna Nightrow”

Das Niveau der Uni-Regatta bezeichnete Kornfeind als “sehr hoch”. Mittlerweile hätten viele Unis ein ausgefeiltes System entwickelt, mit dem sie gezielt Nationalkader-Mitglieder anlocken und ihnen Trainingsmöglichkeiten einräumen. Beim letztjährigen “Vienna Nightrow” für Vereins- und Unimannschaften habe etwa Cambridge gewonnen – allerdings sei beim heurigen rein akademischen Rennen die Konkurrenz wesentlich stärker.

“Da gibt’s kein Taktieren”

Große Unbekannte ist die kurze Distanz von 350 Metern. “Da gibt’s kein Taktieren”, so Kornfeind. Im Gegensatz zur klassischen Distanz von zwei Kilometern würden die Zuseher die gesamte Strecke direkt miterleben. Ein Rennen dauert rund 55 Sekunden – je nach Wind ein paar Sekunden länger oder kürzer. Darin könnte auch die Chance der Uni Wien liegen: Deren Team hat sich in den vergangenen fünf Monaten dreimal pro Woche speziell auf die Kurz-Distanz vorbereitet.

Nach Einbruch der Dunkelheit bei Flutlicht

Insgesamt 21 Rennen inklusive Finale stehen am Freitag ab 18.00 Uhr auf dem Programm: Die Teams müssen sich durch mehrere Läufe in den Endlauf kämpfen, der dann gegen 23.00 Uhr über die Bühne geht. Der Zielbereich liegt bei der Steinspornbrücke, die Läufe finden nach Einbruch der Dunkelheit bei Flutlicht statt und werden auch auf eine Videowall übertragen.

Am Samstag findet dann auf der gleichen Strecke der auch für Vereinsmannschaften offene “Nightrow” statt. Spätestens dann soll auch Leichter mit dabei sein, hofft Kornfeind.

(APA/Red.)

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