23-Jähriger wegen Serienmissbrauchs in Wien und NÖ angeklagt

Der 23-Jährige muss sich bald vor dem Landesgericht Wien verantworten.
Der 23-Jährige muss sich bald vor dem Landesgericht Wien verantworten. - © APA (Sujet)
Ein 23-Jähriger soll Frauen auf deren Heimweg in Wien und Niederösterreich verfolgt haben, bevor es zu Übergriffen kam. Nun liegt die Anklage vor und der Mann muss sich wegen mehrfacher versuchter Vergewaltigung bald vor dem Wiener Landesgericht verantworten.

Teilweise wurde der Serientäter schon in öffentlichen Verkehrsmitteln auf seine späteren Opfer aufmerksam. Dem Mazedonier, der in Österreich als Pizzakoch arbeitete, werden von der Staatsanwaltschaft zehn versuchte Vergewaltigungen, sieben sexuelle Belästigungen und eine Nötigung vorgeworfen, bestätigte Gerichtssprecherin Christina Salzborn einen Bericht von Radio Wien. Der 23-Jährige wird sich grundsätzlich nicht geständig zeigen, sagte sein Verteidiger Wolfgang Haas zur APA. “Die Belastung ist in vielen Fällen nicht bewiesen”, meinte der Anwalt. In vielen Fällen sei sein Mandant durch DNA-Spuren entlastet worden, in zwei Fällen wird der Mann durch biologischen Spuren überführt. Ein Gerichtsgutachter hat keine psychischen Auffälligkeiten festgestellt.

Erster Vergewaltigungsversuch des 23-Jährigen in Wien

Laut Anklage soll der 23-Jährige am 27. August 2015 zum ersten Mal in Wien zugeschlagen haben. Am 25. Jänner 2016 machte sich der Beschuldigte sogar an zwei Frauen heran, wie aus der Anklageschrift zu entnehmen ist. Im Februar traf er auf sein jüngstes Opfer, ein gerade erst 14 Jahre alt gewordenes Mädchen. Meist soll der Beschuldigte die Frauen beobachtet und dann verfolgt haben. In fast allen Fällen griff er den Opfern zunächst brutal zwischen die Beine. Einer Frau bot er Geld an, weil “er nur mit ihr Spaß haben wolle”, hieß es in der Anklage. Die meisten Frauen wehrten sich allerdings so heftig, dass der Mann von ihnen abließ. Ein Opfer biss ihren Peiniger laut Staatsanwaltschaft zwei Mal in die Hand, so dass er die Flucht ergriff.

Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest. Den Vorsitz wird Richterin Martina Krainz führen, wie Gerichtssprecherin Salzborn berichtete. Neben zahlreichen Zeugen werden auch die DNA-Expertin Christina Stein und Gerichtspsychiater Karl Dantendorfer zu Wort kommen.

(apa/red)

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