20 Eurowings Österreich Flieger bis Ende 2017 geplant

Spannende Strategie-Überlegungen bei Eurowings.
Spannende Strategie-Überlegungen bei Eurowings. - © APA
20 Flugzeuge sind für Ende 2017 bei Eurowings Europe, mit Sitz in Wien, geplant. Direkt in Wien sollen aber nur zwei Flieger stationierst werden. Man möchte sich als paneuropäische Airline positionieren. Die Marke sieht man als Antwort auf Billigfluglinien wie Ryanair oder EasyJet.

Die Eurowings Europe, im Firmenbuch als EWAT GmbH eingetragen, soll ihren Flugbetrieb erst Ende März aufnehmen. Bis dahin fliegen ab Wien Flieger der bereits bestehenden Schwestergesellschaft Eurowings Düsseldorf. Zum Sommerflugplan 2016 gehe der Flugbetrieb dann auf Eurowings Europe über, erklärte Garnadt. Der Erstflug von Eurowings in Wien ist für den kommenden Montag geplant.

“Das ist Airline-Power-Play auf höchsten Niveau”, sagte der neue AUA-Vorstand Kay Kratky zum Angriff des Lufthansa-Konzerns auf die Billigflieger. Austrian Airlines selbst könnte künftig Strecken an Eurowings abgeben, “wenn wir glauben, dass die Kollegen von Eurowings dort deutlich besser aufgestellt sind”. Die AUA könnte so Flieger für andere Destinationen wie etwa Teheran im Iran freischaufeln.

Vorerst fliegen sowohl Eurowings als auch die AUA von Wien nach Barcelona. Auch London findet sich im Streckennetz beider Marken, allerdings fliegt die AUA den Drehkreuz-Flughafen Heathrow an, Eurowings hingegen den Billigairport Stansted. Weitere Ziele von Eurowings ab Wien sind Bastia auf Korsika, Mallorca, Valencia, Alicante in Spanien und Faro in Portugal.

AUA-Pilot und Ex-Jetstar Manager führen Wiener Eurowings

Mit dem AUA-Kapitän Dieter Watzak-Helmer und dem früheren Strategievorstand der australischen Qantas-Billigtochter Jetstar, Max Kownatzki, hat die Eurowings Europe mit Sitz in Wien zwei Geschäftsführer. Derzeit firmiert die Gesellschaft unter dem Namen EWAT GmbH und ist eine direkte Schwester der Austrian Airlines AG. Das soll sich aber demnächst ändern, wie Watzak-Helmer am Freitag zur APA sagte.

Die EWAT GmbH soll demnächst Eurowings Europe GmbH heißen, der Name EWAT sei der schnellen Gründung geschuldet, so Watzak-Helmer am Rande einer Eurowings-Pressekonferenz in Wien. Da auch die Gründung einer Stiftung länger dauert, ist die Firma derzeit unter dem Dach der AUA-Stiftung “Österreichische Luftverkehrs-Privatstiftung” angesiedelt. Es sei aber geplant, für Eurowings Europe eine eigene Stiftung zu schaffen. Der Lufthansa-Konzern braucht die Stiftungskonstruktion für Verkehrsrechte.

Der Aufbau des Flugbetriebes der Eurowings Europa sieht ab März 2016 einen Flottenaufbau von bis zu einem Flugzeug pro Monat vor, zwei Airbus A320 davon werden in Wien stationiert. Die Flotte soll bis Dezember 2016 auf bis zu zehn Flugzeuge wachsen und bis Dezember 2017 auf bis zu 20 Flugzeuge. Insgesamt sollen unter der Marke Eurowings aber deutlich mehr Flugzeuge fliegen, die Rede ist von vorerst 90 Fliegern. Dazu zählen auch die aktuell 56 Germanwings-Jets, die schrittweise zu Eurowings Europe verschoben werden sollen.

Wettbewerbssituation ausschlaggebend für Strategie in Wien

Die Wettbewerbssituation am Flughafen Wien sei auch der Grund, warum hier zwei Eurowings-Flieger stationiert werden, erklärte Garnadt. Auch die Konkurrenten EasyJet und Vueling versuchten in Wien Fuß zu fassen. Am Lufthansa-Heimatflughafen Frankfurt ist Eurowings hingegen kein Thema. “Das ist der Standort, den wir mit den traditionellen Netzwerkgeschäft am ehesten verteidigen können”, so der Manager. “Das ist in Wien vollkommen anders.” Für den Flughafen Wien sei der Eurowings-Start dennoch eine gute Nachricht, der Standort würde gestärkt.

Die Erstflüge von Eurowings in Wien am kommenden Montag führt die bereits bestehende Schwestergesellschaft Eurowings Düsseldorf durch. Erst zum Sommerflugplan 2016 gehe der Flugbetrieb dann auf Eurowings Europe über. “Das ist Airline-Power-Play auf höchsten Niveau”, sagte der neue AUA-Vorstand Kay Kratky zum Angriff des Lufthansa-Konzerns auf die Billigflieger. Austrian Airlines selbst könnte künftig Strecken an Eurowings abgeben, “wenn wir glauben, dass die Kollegen von Eurowings dort deutlich besser aufgestellt sind”. Die AUA könnte so Flieger für andere Destinationen wie etwa Teheran im Iran freischaufeln.

Vorerst fliegen sowohl Eurowings als auch die AUA von Wien nach Barcelona. Auch London findet sich im Streckennetz beider Marken, allerdings fliegt die AUA den Drehkreuz-Flughafen Heathrow an, Eurowings hingegen den Billigairport Stansted. Weitere Ziele von Eurowings ab Wien sind Bastia auf Korsika, Mallorca, Valencia, Alicante in Spanien und Faro in Portugal. Die ursprünglich ebenfalls geplante Eurowings-Destination Rom ist wieder verschwunden. Eurowings-Langstrecken seien ab Wien nicht vorgesehen. Ab Köln fliegt Sun Express unter dem Namen Eurowings zu Fernzielen wie Kuba.

(apa/red)

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