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14-Jährige in Wien erstochen: Mädchen wohnte in Krisenzentrum

Das Mädchen hatte zuletzt in einem Krisenzentrum des Wiener Jugendamtes gewohnt.
Das Mädchen hatte zuletzt in einem Krisenzentrum des Wiener Jugendamtes gewohnt. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Das 14-jährige Mädchen, das Montagfrüh in Wien-Favoriten mit einem Messer erstochen worden ist, hatte zuletzt in einem Krisenzentrum des Wiener Jugendamtes gelebt. Laut einer Sprecherin der MA11 sei sie vergangene Woche von daheim ausgezogen, weil sie sich eingeengt gefühlt habe.
14-Jährige mit über 10 Messerstichen getötet

Die 14-jährige Afghanin, die Montagfrüh in Wien-Favoriten mit einem Messer getötet worden ist, hatte zuletzt in einem Krisenzentrum des Jugendamts gewohnt. Sie sei vergangene Woche von zuhause ausgezogen, weil sie sich zu sehr eingeengt und “unter Druck” gefühlt habe, sagte eine Sprecherin der MA11 auf APA-Anfrage. Das Mädchen habe selbst um Aufnahme in einem Krisenzentrum ersucht. Dabei sei es um “nicht fortgehen” und “nicht mit Freundinnen treffen” dürfen gegangen, schilderte Petra Mandl von der MA11 der APA. Sie habe sich “in der Wohnung eingesperrt” gefühlt und offenbar immer wieder eine ältere Schwester “als Aufpasserin” zur Seite gestellt bekommen.

Die Eltern hätten sich mit der Unterbringung einverstanden erklärt und sich kooperativ gezeigt, sagte die Sprecherin. “Die Mutter hat sogar Gewand vorbeigebracht.”

Jugendamt hatte mit tatverdächtigem Bruder keinen Kontakt

Nie habe die 14-Jährige angesprochen, dass sie Angst vor ihrer Familie habe oder sich körperlich bedroht fühle. Daher habe augenscheinlich nichts dagegen gesprochen, dass sie alleine in die Schule geht. Mit dem tatverdächtigen Bruder, der wohl im Familienverband gelebt hat, habe das Jugendamt keinen Kontakt gehabt. “Die Attacke war für uns nicht vorhersehbar und kam völlig überraschend”, betonte Mandl.

Montagfrüh war die 14-Jährige daher allein in die Schule aufgebrochen. Der 18-Jährige soll ihr auf dem Weg aufgelauert und sie in einen Innenhof in der Puchsbaumgasse verfolgt haben. Das Mädchen verblutete dort an zahlreichen Messerstichen. “Hätte man gewusst, dass eine Gefahr besteht, hätten man sie nicht alleine gehen lassen”, versicherte die Sprecherin.

14-Jährige war bereits letzten Sommer im Krisenzentrum

Die 14-Jährige hatte schon im vergangenen Sommer Kontakt zum Jugendamt aufgenommen und war auch damals zwischenzeitlich ins Krisenzentrum gezogen, dann aber wieder in die Familie zurückgekehrt. “Zuletzt dürfte der Druck aber wieder stärker geworden sein”, sagte Mandl.

APA/Red.

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